AOK-Beraterin Evelin Schrems berichtet über Neuerungen durch große Pflegereform
Maß an Selbstständigkeit wichtig

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Tirschenreuth
16.11.2016
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Fünf Pflegegrade statt drei Pflegestufen wird die große Pflegereform ab dem kommenden Jahr mit sich bringen. Referentin Evelin Schrems, Beraterin bei der AOK, ging bei der VdK-Versammlung auf die wesentlichen Änderungen der Reform ein. So werde etwa ein neues Begutachtungsassessment (NBA) angewendet.

Neu ist die Punktebewertung statt der bisherigen Minutenberechnung. "Das Maß der Selbstständigkeit ist wichtig, nicht mehr der Hilfebedarf in Minuten." Bei der Einstufung der Pflegebedürftigkeit gebe es sechs neue Module: Mobilität, kognitive und kommunikative Fähigkeiten, Verhaltensweisen und psychische Problemlagen, Selbstversorgung, Bewältigung des Alltags, der Anforderungen und der Belastungen sowie die Gestaltung des Alltagslebens und der sozialen Kontakte.

Die Begutachtung durch den MDK gebe es weiterhin. Neu dazu kommt die Anerkennung körperlich-geistig und seelischer Beeinträchtigungen. Zu den fünf Pflegegrade wusste die Referentin, dass die Berechnungen komplizierter werden. Statt sofort Widerspruch einzulegen empfahl sie eine Beratung beim MDK oder der Pflegekasse.

Beim Pflegegeld entfällt künftig die Zeitfaktor-Berechnung. Die Leistung werde ab 2017 erhöht. "Keiner wird schlechter gestellt", betonte die Referentin, "keiner muss einen neuen Antrag stellen." Die Umstellungsbescheide würden bis Mitte Dezember verschickt.
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