Ausstellung über Kanonikus Ludwig Mehler
Hilfe für die "Armen der Stadt"

Zum 200. Geburtstag von Kanonikus Mehler haben Eberhard Polland, Alfred Mehler und Franz Krapf (von links) eine Ausstellung im Museumsquartier gestaltet. Im Bild die Initiatoren vor einem Porträt des 44-jährigen Kanonikus Ludwig Mehler. Das Gemälde ist eine Leihgabe der Tuchfabrik Gebrüder Mehler. Die Ausstellung ist bis 10. April geöffnet. Bild: pbls
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Tirschenreuth
08.03.2016
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"Kanonikus" ist der Ehrentitel für einen Ruhestandspriester. Berühmte Vertreter waren zum Beispiel Nikolaus Kopernikus oder Georg Ratzinger. Doch auch Tirschenreuth hat einen Kanonikus zu bieten - und eine neue Ausstellung im Museumsquartier.

Tirschenreuth.
(pbls) Ludwig Mehler wurde 1859 vom Kapitel zu St. Johann zum Kanonikus gewählt. Der Tirschenreuther arbeitet lange Zeit als Gymnasiallehrer, nachdem er 1840 in der Stadtpfarrkirche seine Primiz feierte. Der Kanonikus schrieb die erste gedruckte Chronik für Tirschenreuth. Diese ist immer noch ein wichtiges Nachschlagewerk für alle, die sich mit der Geschichte Tirschenreuths beschäftigen. Zum 200. Geburtstag des Kanonikus eröffneten vergangene Woche drei Mitglieder des historischen Arbeitskreises ihre Ausstellung im Museumsquartier über das Leben und Schaffen des Kanonikus. Von seinen Büchern bis hin zu einer Urkunde über die Mehler'sche Weihnachtsstiftung wird den Besuchern viel geboten. Kanonikus Ludwig Mehler spendete 1869 die stattliche Summe von 10 000 Gulden an die katholische Pfarrkirche und die Armen der Stadt.
Für Mitaussteller Franz Krapf ist dies das wichtigste Werk des Kanonikus. Ludwig Mehler sei auch bei seinen Schülern sehr beliebt gewesen. Bei Predigten hätte er sich an eine bestimmte Gestaltung gehalten. "Das wichtigste ist der Inhalt und so hat er es auch gemacht", beschreibt Franz Krapf. Alfred Mehler erklärt, wie die Ausstellung zustande kam.

Bis 10. April im MQ


Bei einem Treffen des historischen Arbeitskreises vor drei Jahren, erinnerte er daran, dass sein Urgroßonkel im Jahr 2016 seinen 200. Geburtstag feiere. Zu dem Zeitpunkt war jedoch noch nicht klar, dass es eine Ausstellung werden würde. Bedeutsam sei es für die Bürger: "Vor allem für Tirschenreuther wichtig, dass sie an ihre Vorfahren erinnert werden, die etwas geleistet haben." Eberhard Polland fügt hinzu, dass die Ausstellung bis zum 10. April andauert. "Wer über den bekannten Kanonikus etwas erfahren möchte, der kann nun hierher kommen."

Unter den rund 60 Gästen befanden sich zahlreiche Stadträte, Kaplan Paul Gebendorfer sowie der zweite Bürgermeister Peter Gold und der dritte Bürgermeister Norbert Schuller. Musikalisch gestaltet wurde die Ausstellungseröffnung mit Klavierstück und Gesang.
Für die Tirschenreuther ist es wichtig, dass sie an ihre Vorfahren erinnert werden, die etwas geleistet haben.Alfred Mehler
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