Bauarbeiten in vollem Gange
Tirschenreuther Hallenbad öffnet mit Schulbeginn

Die erste Bindeachse ist bereits fertiggestellt. Die ursprüngliche Edelstahlkonstruktion wird komplett durch feuerverzinkten Stahl, der wesentlich reißfester ist, ersetzt.
Vermischtes
Tirschenreuth
29.04.2016
544
0

Aufatmen bei Schulen, Vereinen und den ganz "normalen Wasserratten": Der Schwimmbetrieb im Tirschenreuther Hallenbad kann zum Schuljahresbeginn Mitte September wieder aufgenommen werden. Seit vier Wochen laufen die Sanierungsarbeiten. Für Juli ist ein Probebetrieb geplant.

Tischenreuth. "Das war ein Schock, als vergangenes Jahr bekannt wurde, dass aufgrund von Korrosion der Stahlträger das Hallenbad im September nicht geöffnet werden kann", erinnert Landrat Wolfgang Lippert, als er zusammen mit den Verantwortlichen im Landratsamt die derzeitige Baustelle besichtigt.

Hand in Hand


"Ich bin froh, dass der Kreisausschuss mitgegangen ist und zugestimmt hat, 240 000 Euro zur Verfügung zu stellen, damit das Bad möglichst schnell wieder betriebstauglich hergerichtet werden kann." Seit Anfang April geht es rund auf der Baustelle, arbeiten Stahlbauer der Firma Kreutzer aus Floß und Zimmerer der Firma Hecht aus Tirschenreuth Hand in Hand. Dabei werden die einzelnen Bindeachsen nacheinander ausgetauscht. Alle Stahlteile werden dabei komplett ersetzt. Beschädigtes Holz wird durch sogenanntes Abbeilen und Gesundschneiden optimiert. Die fehlenden Teile werden anschließend passgenau eingefügt. Ende Mai soll die Maßnahme dann abgeschlossen sein.

Aufwendige Konstruktion


Moderne 3D-Planung durch das Ingenieurbüro Wittmann in Marktredwitz habe dabei einen hohen Vorfertigungsgrad ermöglicht, erklärt Christian Kropf, der Bauleiter des Landratsamtes. Insgesamt ersetzen fünf Tonnen feuerverzinkter Stahl die frühere Konstruktion, die 1986 eingebaut wurde. "Feuerverzinkter Stahl ist wesentlich reißfester als Edelstahl", erklärt Kreisbaumeister Klaus Weig. Die vorhandenen Sicherungsstifte, waren so porös, dass sie fast von selbst herausgefallen wären. "Die Sanierung ist kein Luxus, es war höchste Zeit, dass hier gehandelt wurde", bestätigte Gerhard Braun von der Stahlbaufirma. Die Gelegenheit wird außerdem gleich genutzt, um auch notwendige Maßnahmen zum Bauunterhalt durchzuführen.

Durch den Einbau einer neuen Kompensationsanlage konnte der Blindstromverbrauch enorm gesenkt werden. Leckagen im Technikbereich konnten behoben werden, neue Reinigungsöffnungen für die Schwallwasserbehälter stehen noch aus. Eine Machbarkeitsstudie zum Hallenbad ist in Auftrag gegeben und in Bearbeitung. Ein Papier, das mit Spannung erwartet wird. Denn das Ergebnis wird zeigen, wie es künftig mit dem Bad weitergeht.

___



Weitere Bilder im Internet:

www.onetz.de/1663834
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.