Bauausschuss genehmigt zahlreiche Vorhaben
Für Senioren und Pflege

Eine Bauvoranfrage für das alte Verwaltungsgebäude der ehemaligen Porzellanfabrik sieht eine Wohnnutzung für Senioren vor. Bild: axs
Vermischtes
Tirschenreuth
19.04.2016
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In der Kreisstadt wird fleißig gebaut. Dabei stehen auch ein Mietshaus sowie eine Wohngemeinschaft für intensivpflegebedürftige Menschen auf dem Plan.

Interessante Bauvorhaben standen vergangene Woche auf der Tagesordnung des Ausschusses für Bau- und Umweltwesen, Stadtentwicklung und Stadtplanung. Während die Stadt Tirschenreuth den Bauwilligen viel Entgegenkommen zeigt, ist die Haltung des Landratsamtes mitunter nicht leicht verständlich. So hatte das Amt beim geplanten Mehrfamilienhaus an der Pleierstraße auf einen Konflikt mit dem vorhandenen Gewerbebetrieb in der Nachbarschaft verwiesen.

Bürgermeister Franz Stahl musste sich darüber schon etwas wundern. Gibt es doch in dem Bereich bereits eine Wohnbebauung. Und das neue Vorhaben sei zudem weiter entfernt. Laut Amt, so schilderte Stahl, sei mit der Veränderung von Baumarkt zu Holzhandel eben das Areal nicht mehr als Misch-, sondern als Gewerbegebiet zu sehen. Den Konflikt konnte der Ausschuss so nicht nachvollziehen und befürwortete die Bauvoranfrage. "Wir brauchen dringend Wohnungen", blickte Stahl auf die Situation in der Stadt. Positiv stand der Ausschuss auch der Anfrage sowie dem Vorhaben der "Bäumler und Sporrer Immobilienverwaltung GbR" gegenüber. Das Unternehmen plant die Instandsetzung und Modernisierung des ehemaligen Direktionsgebäudes der Porzellanfabrik an der Bahnhofstraße. Dort sollen 14 Wohneinheiten für Senioren entstehen. "Es ist schon lange der Wunsch der Stadt, dass diese denkmalgeschützte Gebäude einer neuen Nutzung zugeführt wird", begrüßte Franz Stahl das Vorhaben.

Sechs Pflegeeinheiten


Schon als Bauantrag lag dagegen der Plan von Christian Schmid auf dem Tisch. Schmid will auf der Fläche an der Mitterteicher Straße 36 eine Wohngemeinschaft für intensivpflegebedürftige Menschen bauen. Bei dem Projekt sollen sechs Pflegeeinheiten sowie Sozialräume entstehen. Die Räume würden dann durch die Firma "Lebenswert" genutzt. Der Bau sieht nur ein Erdgeschoss vor, wäre aber in einem zweiten Abschnitt auch erweiterbar. Das Gremium stimmte dem Vorhaben zu.

Bei der weiteren Nutzung der Fläche des früheren Spielplatzes am Birkenweg haben die Anwohner entschieden. "Von der Stadt wurden 16 Anwohner angeschrieben, zehn haben geantwortet", so Stahl. Dabei hätten sich acht gegen eine künftige Nutzung der Fläche als Parkplatz ausgesprochen. Damit wird der aufgelassene Spielplatz jetzt eine öffentliche Grünfläche, ein Verkauf werde nicht stattfinden, entschied der Ausschuss. Kaum ist der Winter vorbei, muss die Stadt schon für die nächste kalte Jahreszeit planen. So werden die Depots im Städtischen Bauhof mit 200 Tonnen Auftausalz wieder aufgefüllt. Kosten rund 15 000 Euro. Bereits im vergangenen Jahr war Salz für diese Summe angeschafft und eben verbraucht worden.
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