Bei Horst Adler ist das "Zuhause" nicht "daheim"
"Dort sind meine Wurzeln"

Horst Adler. Bild: Grüner
Vermischtes
Tirschenreuth
10.09.2016
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"Was ,Heimat' für den Einzelnen bedeutet, ist unterschiedlich. Jeder erklärt und empfindet diesen Begriff anders", sagt Horst Adler, Kreisvorsitzender der Sudetendeutschen Landsmannschaft und Ehrenbürger der tschechischen Stadt Asch. "Viele Heimatvertriebene und Flüchtlinge sprechen von der alten und neuen Heimat oder - dass man nach dem Verlust der ursprünglichen Heimat, hier eine zweite Heimat gefunden habe. Andere sind aber der Meinung, man könne nur eine Heimat haben." Adler selbst empfindet als "seine Heimat" den Ort, an dem er geboren ist, nämlich Asch in Böhmen, obwohl er diesen Ort bereits im Alter von zwei Jahren verlassen musste. "In Tirschenreuth bin ich aufgewachsen, lebe seit 70 Jahren hier und fühle mich durchaus in dieser Region ,zu Hause'". Aber seit seiner frühesten Kindheit sei ihm das Gefühl für die verlorene Heimat von seinen Eltern und Großeltern durch Gespräche, Erinnerungen und Erzählungen so innig vermittelt worden, dass er eine sehr enge Bindung zu ihr entwickelt habe. "Von dort komme ich her, dort sind meine Wurzeln. Ich bin natürlich sehr oft ,daheim' gewesen, fahre immer wieder hin und kenne mich sehr gut aus. Vielleicht kann man den kleinen Unterschied heraushören, wenn ich sage: Hier in Tirschenreuth ist ,mein Zuhause', aber in Asch bin ich ,daheim'".

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