Beste Unterhaltung beim Galaabend
Fünf Stunden Spaß

Stellvertretender Landrat Dr. Alfred Scheidler (links) und Bürgermeister Franz Stahl durften auf der Kettelerhausbühne im Plantschbecken Platz nehmen - nachdem im Hallenbad ja kein Wasser ist.
Vermischtes
Tirschenreuth
18.01.2016
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Viel Beifall gab es für Christian Schmidt als "Tirschenreitherin im Himmel". Bilder: kro (6)

Zwischen Himmel und Hölle herrscht ordentlich Betrieb. Sehr zur Unterhaltung der rund 600 Besucher beim Galaabend.

Von Konrad Rosner

Was die Tirschenreuther Faschingsgesellschaft "Tursiana" am Samstag im ausverkauften Kettelerhauses auf die Bühne zauberte, kann manch vermeintliche Faschingshochburg vor Neid erblassen lassen: Rund 100 Mitwirkende boten ein fast fünfstündiges Feuerwerk an Tänzen, Sketchen und Klamauk. Der Lohn für die Akteure war dann der üppige Applaus der begeisterten Ballbesucher für ein sensationelles Bühnenprogramm unter dem Motto "Zwischen Himmel und Hölle". Zwischen den Auftritten bot sich für die Besucher zur Musik der "Südwind Buam" die Gelegenheit, selbst auf der Tanzfläche aktiv zu werden.

Keine Nachwuchssorgen


Im ersten Teil des Galaabends, in dem auch das Prinzenpaar Saskia I. und Andy III. seine Jungfernrede hielt, stand vor allem der Nachwuchs der Tursiana im Blickpunkt. Die beiden Wichtelgarden, die Jüngsten des Vereins, boten einen Garde- und einen Showtanz - Nachwuchssorgen scheint man bei der Tursiana nicht zu kennen. Stark auch der Auftritt von Tanzmariechen Laura.

Mit einem gekonnten Showtanz der Jugendgarde wurde der zweite Teil des kurzweiligen Galaabends eröffnet. Spektakulär denn die Sketcheinlage "Eine Tirschenreitherin im Himmel" mit Christian Schmidt. Ähnlich wie beim Vorbild aus Münchner verhält es sich auch mit dem ersten Auftrag für die Tirschenreutherin. Sie macht bis heute Pause in der Alm - und der Stadtrat wartet vergeblich auf die göttlichen Eingebungen.

Neues Tanzmariechen


Imposant war dann der Einmarsch des Aushängeschilds der Tursiana, der Prinzengarde, ehe die zwölf jungen Damen einen kessen Gardetanz auf die Bühne zauberten. Klasse auch die Vorstellung des neuen Tanzmariechens Toni Szak, die nahezu ohne Lampenfieber vor das große Publikum trat. Kurz darauf die "reiferen" Damen der Tursiana, das Damenballett, als "Sterne der Tursiana" mit einem Showtanz, ehe die Tanzpaar Nadja Holländer und Tim Trottmann mit einem emotionalen Auftritt zum Musical "Elisabeth" den zweiten Teil enden ließ. Im weiteren Verlauf des Galaabends sorgten unter anderem das Männerballett oder "Gstanzlsänger" Lucky aus Kohlberg für Unterhaltung bis weit nach Mitternacht enden ließen.

Sonja Lorenz der unumschränkte Star


Was wäre ein Galaabend ohne Sonja Lorenz und ihrem "Hasen" Werner - trotz aller Klasse wohl nur die Hälfte wert! Was sie wieder preisgab, sorgte für wahre Lachsalven im Saal.

Zum Auftakt ein Ausschnitt: "Zum fünften Mal sind wir jetzt schon hier, mir reichts, mir steht's bis hier. Aber mein Hase will seit Jahrn nur in dieses Kaff hier fahrn, in Bayerns Osten, na ja, der Urlaub darf nix kosten". Anschließend nahm sie die Männer mit Bierbauch und Glatze aufs Korn: Doch tröste dich, wenn in den Bergen die Gipfel auch schon kahl, kann noch Frühling sein im Tal!

Nicht fehlen durfte bei den Themen das Hallenbad ohne Wasser: "Warum wurd's nicht früher repariert? Denn damals sah man schon die marode Stahl-Konstruktion. Wird's feucht, ist Stahl nicht das Wahre, auch der Stahl kommt in die Jahre. Das Metall - porös und klein, irgendwann fällt alles ein!" Sie holte stellvertretenden Landrat Dr. Alfred Scheidler und Bürgermeister Franz Stahl auf die Bühne, wo sie ins Planschbecken mussten, ehe ihr "Hase" beiden das letzte "Hallenbadwasser" einschenkte. Um dann gleich auf den neuen Imagefilm der Stadt einzugehen, der vor allem den evangelischen Pastor erboste: "Ich kann nicht verstehn, meine Kirch ist nicht zu sehn". Darauf Bürgermeister Stahl: "Herr Pfarrer, das ist kein Vergeh'n, den Weg zur Kirche kann man sehn".

Sonja ging auch auf die "Nebeneinnahmenquelle" der Stadt ein, die Zone 30 bei der Schule, in der selbst Stadtmitarbeiter schon geblitzt wurden. Und dann war das Kettelerhaus dran, das einen neuen Pächter braucht, der nicht zaubern, sondern kochen kann, "Franz - wir schaffen das!"

Eine Passage widmete Sonja auch 3. Bürgermeister Norbert Schuller: "60! Den hätt ich jünger g'schätzt". Und Josef Gleißner von den Südwind Buam wurde kurzerhand in den "Gabalier von Falkenberg" umgetauft.
Wird's feucht, ist Stahl nicht das Wahre, auch der Stahl kommt in die Jahre.Sonja Lorenz zum Thema Hallenbad in Tirschenreuth
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