Betriebsfeier der Tuchfabrik Mehler
Blütezeit für Traditionsbetrieb

Langjährige Mitarbeiter ehrte die Tuchfabrik Gebrüder Mehler bei ihrer Betriebsfeier (von links): Heidi Berger, Betriebsratsvorsitzender Heiko Frötschl, Edith Mehler, Geschäftsführer Paulus Mehler, Marianne Mehler, Geschäftsführer Ludwig Mehler, Kerstin Krenmayer und Johann Albrecht. Bild: kro
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Tirschenreuth
19.01.2016
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Auf ein "phantastisches Jahr" kann die Geschäftsführung der Tuchfabrik Mehler zurückblicken. Der gemeinsame Erfolg wurde dann auch gemeinsam gefeiert, mit Stärketrinken und Burgbegehung.

"2015 war ein phantastisches Jahr, es ist unser gemeinsamer Erfolg", so Geschäftsführer Paulus Mehler bei der Betriebsfeier der Tuchfabrik Gebrüder Mehler in der vergangenen Woche auf der Burg Falkenberg. Sowohl umsatz- als auch gewinnmäßig sei das vergangene Jahr, so erste Zahlen, hervorragend gewesen. "Damit zeigt sich, dass wir alle wieder große Fortschritte gemacht haben", so Mehler.

Der Geschäftsführer freute sich, dass die Umstrukturierung, die in einigen Teilbereichen der Firma nötig war, gelungen sei. Auch die Baustelle Färberei sei nun gelöst. Großes Lob zollte Mehler allen 73 Beschäftigten in Tirschenreuth für ihre hohe Flexibilität und für ihre Bereitschaft, sich über das normale Maß hinaus zu engagieren. Besonderen Dank zollte er den Mitarbeitern für ihre Loyalität zum Unternehmen, als ein großer Auftrag an Land gezogen wurde, dafür aber der Betriebsurlaub um eine Woche verlegt werden musste.

17 Millionen Euro Umsatz


Eigentlich, so Paulus Mehler, habe man nicht weiter vergrößern wollen, "doch wir sind wieder gewachsen". Zuwächse habe es bei den Auftragen vor allem bei den Behörden und dem Interieur gegeben. Rund 11,5 Millionen Euro betrug der Umsatz in Tirschenreuth, in der gesamten Firmengruppe rund 17 Millionen Euro. Aktuell seien in Tirschenreuth 73 Personen beschäftigt, es habe acht Neueinstellungen gegeben, die er allesamt persönlich vorstellte. In Forst sind 40 Arbeiter beschäftigt.

Verbindung zur Burg


Der absolute Höhepunkt im vergangenen Jahr sei die Verleihung des Mittelstandspreises in Berlin gewesen. Nahezu überrannt worden sei die Tuchfabrik beim "Tag der offenen Tür", das Interesse sei enorm gewesen. Als weiteres Highlight nannte Mehler die Einweihung des neuen Hochregallagers gewesen. Warum diese Betriebsfeier auf der Burg Falkenberg stattfand, begründete Paulus Mehler mit mehreren gemeinsamen Parallelen: Beide, die Burg als auch die Tuchfabrik, seien Jahrhunderte alt, beide seien stets im Wandel und beide erlebten aktuell eine Blütezeit - dies verbinde. Zudem freute er sich außerordentlich, das nahezu die komplette Belegschaft zu dieser Betriebsfeier gekommen war, "denn ihr seid das Rückgrat der Firma", so Mehler. Im Blickpunkt dieser Betriebsfeier standen natürlich die langjährigen Mitarbeiter, die geehrt wurden.

Für 40 Jahre Betriebstreue wurde die "Madame de Tuchfabrik", Marianne Mehler, geehrt, die 1993 als kaufmännische Angestellte ins Unternehmen eintrat. Seit 25 Jahren sind Heidi Berger und Kerstin Krenmayer bei der Tuchfabrik, ebenso Edith Mehler und Geschäftsführer Ludwig Mehler. Jeden einzelnen würdigte Paulus Mehler ausführlich und sehr persönlich. Zu Ludwig Mehler sagte er, "mit dem Erwerb der Spinnerei Forst im Jahr 2015 gelang dir dein Meisterstück. Wir ziehen immer an einem Strang, auch wenn es mal Zoff gibt, aber ich bin gerne dein Partner". Besonders würdigte Paulus Mehler auch Johann Albrecht, der am 1. September 1966 in die Tuchfabrik als Auszubildender in der Weberei eintrat, und nun in den "Unruhe-Stand" tritt. 41 Jahre wirkte Johann Albrecht im Betriebsrat mit, davon 35 Jahre als Betriebsratsvorsitzender. Glückwünsche kamen auch von Heiko Frötschl vom Betriebsrat.

Steter Wandel


In seinem Ausblick wählte Paulus Mehler die Fußballer-Sprache, "wir sind jetzt in die Bundesliga aufgestiegen, wir wollen das Niveau halten, wir wollen nicht absteigen". Man werde weiter hart arbeiten müssen, denn es gebe ständig Verbesserungen und einen steten Wandel. "Es warten weiter große Aufgaben auf uns. "Der kontinuierliche Verbesserungsprozess (KVP), ein dauerhafter Prozess wird uns über Jahre begleiten", so Mehler abschließend.

Im Rahmen der Betriebsfeier fand auch eine Burgbegehung statt, die Falkenbergs Bürgermeister Herbert Bauer höchstpersönlich durchführte, ehe sich das "Stärketrinken" anschloss.
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