Bischof Rudolf eröffnet heilige Pforte
Die Barmherzigkeit leben

Der Haupteingang der Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt wird in der Osterzeit zur Heiligen Pforte. "Am Palmsonntag, 20. März eröffnet sie Diözesanbischof Dr. Rudolf Voderholzer", erklärt Dekan Georg Flierl. Bild: Grüner
Vermischtes
Tirschenreuth
04.03.2016
205
0

Das Durchschreiten einer Heiligen Pforte gewährt im Jahr der Barmherzigkeit Gläubigen den Ablass. In der Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt wird der Haupteingang zur Heiligen Pforte.

Papst Franziskus gibt während des Kirchenjahres der Barmherzigkeit vom 8. Dezember bis zum Christkönigs-Sonntag den Bischöfen die Möglichkeit, in den Diözesen Heilige Pforten einzurichten. Erstmals existiert damit eine Heilige Pforte nicht mehr nur in Rom. In Regensburg ist die Heilige Pforte in der Karmelitenkirche eingerichtet. Sie ist die zentrale Beichtkirche des Bistums

Während der Osterzeit


Dekan Georg Flierl erklärt dazu: "Die Heilige Pforte ist der geschmückte Haupteingang der Stadtpfarrkirche und vom Palmsonntag bis zum Pfingstsonntag geöffnet." Laut Pfarrer Flierl genüge das einfache Durchschreiten aber nicht. "Man muss sich auf Gott hin orientieren." Dazu zitiert er Jesus: "Ich bin die Tür; wer durch mich hineingeht, wird gerettet werden; er wird ein- und ausgehen und Weide finden." Der Jubiläums-Ablass ist an bestimmte Bedingungen geknüpft. Zum bloßen Durchgehen kommen die Beichte und der Empfang der Kommunion. Das Glaubensbekenntnis und das Beten für die Anliegen des Papstes folgen darauf. Wichtig ist Georg Flierl die Reflexion über die Barmherzigkeit, die Gott uns schenkt.

Leben miteinander


Papst Franziskus fordert die Gläubigen auf, vertieft darüber nachzudenken, wie Barmherzigkeit gelebt werden kann. Gleichzeitig findet man in den christlichen Traditionen leibliche und geistige Werke, die Impulse für das Leben miteinander darstellen. Beispiele für geistige Werke seien laut Pfarrer Flierl, "Trauernde trösten und Beleidigenden zu verzeihen."

Was ein Beschenkter durch die Heilige Pforte erfährt, soll er weitergeben und erfahrbar machen. "Man soll zum Werkzeug der Barmherzigkeit werden", so der Geistliche. Diözesanbischof Dr. Rudolf Voderholzer besucht die Stadtpfarrkirche am Samstag, 19. März. Da an dem Tag auch der Festtag des heiligen Josef, dem Patron der Anbetung, ist, gelte es gleich zwei Feste zu feiern. Zwei Tage später jährt sich die ewige Anbetung zum 30. Mal. Die Heilige Pforte eröffnet am Sonntag, 20. März feierlich Bischof Rudolf. Auch Menschen, die nicht durch die Pforte schreiten können, sollen die Möglichkeit erhalten, den Ablass zu erhalten. "Selbst für Strafgefangene, die die richtige Orientierung auf Gott hin haben und ihre Taten einsehen, ist der Ablass möglich." Die Umkehrbereitschaft sei die Voraussetzung dafür. Dann werde die Türe der Gefängniszelle zur Pforte der Barmherzigkeit. "Das ist es, was mich wirklich beeindruckt", so Pfarrer Georg Flierl.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.