"Braujuwaren" wollen für eine "bierselige Zeit" aktiv werden
Tradition des Bierbrauens wieder aufleben lassen

Martin Hager (Zweiter von rechts) erinnerte an die nahezu 650-jährige Tradition, in Tirschenreuth Bier zu brauen. Bild: Privat
Vermischtes
Tirschenreuth
21.11.2016
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Zu einem interessanten Vortrag hatten die Braujuwaren in das Wirtshaus von Alois Ockl in der Burgstraße eingeladen. Der noch junge, aber rührige Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, die alte Tirschenreuther Bierbrautradition, die bis in das 14. Jahrhundert zurückverfolgt werden kann, schon bald wieder aufleben zu lassen.

Vorsitzender Martin Hager nahm die zahlreichen Besucher mit auf eine Zeitreise, in der die Kamine des Kommunbrauhauses noch rauchten und der edle Gerstensaft in über 30 Zoiglstuben ausgeschenkt wurde. Diese Lokale waren zwar einfach eingerichtet aber umso gemütlicher. Das Bier kam frisch aus dem hauseigenen Keller und war für jedermann erschwinglich. Mit dem Ableben des letzten Tirschenreuther Kommunbraumeisters Karl Schels, ging 1944 die lange Tradition des Bierbrauens zu Ende. Da man 1964 auch noch das Brauhaus dem Erdboden gleich machte, erinnert heute nichts mehr an die bierselige Zeit. Der kurzweilige Vortrag von Martin Hager, der mit vielen alten Bildern unterlegt war, verlangte förmlich danach, in Tirschenreuth wieder ein eigenes Bier zu brauen.
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