Das Land ist die Zukunft

Vermischtes
Tirschenreuth
29.11.2016
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Der Freistaat steht vor großen Herausforderungen. Eine davon ist die kulturelle Identität. Meint Heimatminister Dr. Markus Söder bei der Jubiläumsveranstaltung der CSU.

Lang anhaltender Applaus war die Belohnung für Heimat- und Finanzminister Dr. Markus Söder für seine sehr pointierte Festansprache anlässlich des 70-jährigen Bestehens der Tirschenreuther CSU. Bayern stehe für Tradition, für das Brauchtum und die Gemeinschaft. Dr. Söder: "Jeder, der bei uns leben will ist, ist herzlich willkommen, aber er muss sich an unsere Sitten und Bräuche halten".

Spektakulär zu Beginn der Festversammlung die Einspielung eines Filmes vom CSU-Parteitag, wo viele CSU-Größen, aber auch so manch unbekannte Abgeordnete der Tirschenreuther CSU zum 70. Geburtstag gratulierten. Die CSU beschrieb Söder als große Gemeinschaft, deren Halt die Menschen an der Basis seien. Gerade deshalb sei die CSU zu einer Erfolgsgeschichte geworden. "Die kulturelle Identität in Bayern ist nicht der Marienplatz in München, sondern das sind die ländlichen Regionen." Und deshalb müsste der ländliche Raum gestärkt werden, "denn hier ist die Zukunft Bayerns". Die Stabilisierungshilfe könne helfen, diese Regionen attraktiv für die jungen Menschen zu machen. Digitalisierung und Breitbandausbau nannte der Minister als Schlagwörter. Wichtig sei es zudem, zukunftsfördernde Ideen zu haben, so wie der Tirschenreuther Bürgermeister Franz Stahl, den er ausdrücklich für seine Aktivitäten lobte. "Und dafür gibt es auch Geld".

Über Obergrenze diskutieren


Mit Blick auf die Flüchtlingspolitik dankte Söder allen, die sich ehrenamtlich engagieren. "Eine Millionen Menschen haben in Bayern ein Dach über den Kopf bekommen, in den anderen Bundesländern sieht dies ganz anders aus." In Berlin beispielsweise müssten die Menschen zum Teil im Freien übernachten. Bayern habe hier eine große humanitäre Visitenkarte abgegeben. Jedoch könne Bayern nicht alle Menschen aufnehmen. Flüchtlinge sollten deshalb auch die Chance erhalten, nach Beendigung des Krieges wieder in ihre Heimat zurückzukehren und ihr eigenes Land wieder aufzubauen. Neun Milliarden Euro seien in den vergangenen drei Jahren für die Asylanten ausgeben worden. Geld, dass auch in andere wichtige Projekte, wie für die Polizei oder den Schulen ausgegeben werden könnte. Deshalb müsse es doch erlaubt sein, über eine Obergrenze diskutieren zu können, so Söder.

Der unkontrollierte Zugang zu Deutschland hat laut Söder auch viele Probleme mit sich gebracht. Dabei sei es die "Uraufgabe" der Politik, für Ordnung und Sicherheit der Bürger zu sorgen. "Und wer gewalttätig ist, hat in unserem Land keine Zukunft", betonte der Minister. Zur Integration gehöre auch das Erlernen der deutschen Sprache. Geschlechtertrennung und Vollverschleierung aus religiösen Gründen lehne er strikt ab.

Mehr Geld für Bayern


Erfreuliches konnte der Minister zum Länderfinanzausgleich berichten: 1,3 Milliarden Euro bleiben nun mehr in Bayern, "Geld, das in Bayern bestens aufgehoben ist". Als Urkraft der CSU definierte der Redner abschließend: "Bei uns wird miteinander gesprochen. Wir vertreten die Heimat, die Verwurzelung in den Regionen, wir haben einen gesunden Menschenverstand. Wenn es uns gelingt, dies alles weiterhin so zu behalten, ist mir um die Zukunft nicht bange".

Die kulturelle Identität in Bayern ist nicht der Marienplatz in München, sondern das sind die ländlichen Regionen.Heimat- und Finanzminister Dr. Markus Söder
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