Die Gemeinschaft mitgestalten

Die Jahreshauptversammlung gab den Rahmen für die Ehrung treuer Vereinsmitglieder (von links) Kreispräses Pater Helmut Stadermann, Präses Stadtpfarrer Georg Flierl, Vorsitzende Monika Bauer, Bürgermeister Franz Stahl, Berta Steckbauer, Karl Scheidler, Olga Scheidler, Helmut Standfest, Gerhard Bauer,Cäcilia Bauer und Vorsitzender Thomas Pinzer. Bild: heb
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Tirschenreuth
06.10.2016
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Ein Wirtschaft, die den Menschen dient, ist auch eine Forderung der KAB. Dafür braucht es einen Systemwechsel.

Ehrungen treuer Mitglieder sowie ein unterhaltsamer Rückblick standen bei der Jahreshauptversammlung der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) im Pfarrsaal auf dem Programm. Mit 329 Mitgliedern gehöre die KAB zu den großen Vereinen der Stadt. Doch leider, so Vorsitzender Thomas Pinzer, sei die Mitgliederzahl sinkend. Deshalb sollte etwas Mitgliederwerbung betrieben werden.

Eine Mitgliedschaft in der KAB habe nur Vorteile, denn neben den attraktiven Vereinsveranstaltungen gebe es auch eine Rechtsberatung zu vielen Fragen (eigener Bericht). Pinzer gab auch einen Überblick zu den Spenden, die während des Jahres von der KAB gegeben wurden. Insgesamt wurden 2729,80 Euro gespendet, die aus Erlösen des Kreativen Töpfer- und Weihnachtsmarktes, dem Fastenessen und dem Verkauf von Kaffee und Kuchen beim Pfarrfest stammten. Bedacht wurden damit die Aktion Misereor, der Katholische Kindergarten, die Christliche Arbeiterhilfe und eine Aktion der Steyler Missionar.

Einer der Höhepunkte jeder KAB-Jahreshauptversammlung ist die Ehrung langjähriger Mitglieder. Heuer konnten die Vorsitzenden Thomas Pinzer und Monika Bauer gemeinsam mit Stadtpfarrer Georg Flierl wieder eine ganze Anzahl ehren. Für stolze 60 Jahre Mitgliedschaft wurde Wilhelm Seidel ausgezeichnet. Bereits 40 Jahre im Verein sind Baldur Bodenstein sowie Luise und Konrad Zant. Und für 25 Jahre wurden Gerhard Bauer, Cäcilia Bauer, Olga und Karl Scheidler, Helmut Standfest, Berta Steckbauer, Sieglinde Meisl, Monika Wimmer und Anneliese Ziegler geehrt.

"Nachhaltig leben und arbeiten - gut wirtschaften" lautete heuer das Thema der Grußworte. "Wie kann und muss eine gute, nachhaltige und zukunftsfähige Wirtschaft aussehen", fragte der Pinzer. Er wies darauf hin, dass auch Papst Franziskus zu einer grundlegenden wirtschaftlichen Verhaltensänderung aufrufe. Doch reiche die Änderung des persönlichen Verhaltens einzelner kaum aus. Ein Systemwechsel sei fällig. Gebraucht werde eine gute und gerechte Wirtschaft, die den Menschen diene, so Pinzer, und die eine gerechtere Verteilung der Güter fördert. Die Ressourcen der Erde dürften nicht ausgebeutet werden. Die KAB stehe für eine gute und nachhaltige Wirtschaft. Auch Stadtpfarrer Georg Flierl forderte eine neue Ausrichtung der Denkweise. Es könne nicht Mehrproduktion um jeden Preis geben. Die "rote Grenze" sei überschritten, wenn ein Landwirt in die Situation komme mit einer Biogasanlage mehr zu verdienen als mit Nahrungsmitteln.

Bürgermeister Franz Stahl lobte vor allem die gute Arbeit der KAB. Etwas mitzugestalten sei gelebte Gemeinsamkeit und trage zum gesellschaftlichen Wohl der Stadt bei.

KAB bietet umfassende LeistungenUmfangreiche Angebote kann die KAB vorweisen, darunter Wanderungen und Reisen sowie Töpfer- und Gymnastikgruppe. Mitglieder der KAB erhalten bei Bedarf kostenlose Rechtsauskunft in Arbeits- und Sozialfragen, etwa bei Fragen zur Renten-, Kranken- und Arbeitslosenversicherung, bei Kindergeld und Sozialhilfe, aber auch zu den Themen Arbeitsunfall, Pflegeversicherung, Grad der Behinderung, Kur oder Rentenbescheid. Außerdem werden KAB-Mitglieder kostenlos vor dem Sozial- und dem Arbeitsgericht vertreten, etwa wenn es um eine Kündigung geht. Nähere Informationen können auch bei Vorsitzendem Thomas Pinzer eingeholt werden. (heb)
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