Einführung Digitalfunk offiziell abgeschlossen
Letzte Skeptiker noch überzeugen

Feuerwehr und Rettungsdienste in der nördlichen Oberpfalz funken seit 1. Juli digital. Bei der Ausstattung mit Handfunkgeräten ist das Soll übererfüllt. Der Bärnauer BRK-Bereitschaftsleiter Gerald Wagner und sein Stellvertreter Benjamin Sertl präsentieren stolz ihre neuen "Handheld Radio Terminal", die dank der Spenden der Stadt Bärnau und der Gemeinde Mähring sowie einer hohen Eigenleistung angeschafft werden konnten. Bild: hfz
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Tirschenreuth
19.07.2016
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Digital funken Rettungsdienste und Feuerwehr in der nördlichen Oberpfalz seit 1. Juli. Später als zunächst geplant. Und das hat nicht allein etwas mit der Insolvenz einer Firma zu tun. Auch der G7-Gipfel hat dazwischen gefunkt.

Mehr Sicherheit in der Gefahrenabwehr machte Geschäftsleiter Alfred Rast am Dienstag in der Sitzung des Zweckverbands für Rettungsdienste und Feuerwehralarmierung im Tirschenreuther Landratsamt mit der neuen Technik aus. Schließlich arbeiteten damit neben den "Organisationen mit Sicherheitsaufgaben" auch Behörden wie die Polizei. "Die Kommunikation ist hervorragend", wusste der Projektleiter nach den ersten "scharfen Einsätzen".

Und Rast war sich sicher: "Das wird auch die letzten Skeptiker noch überzeugen." Der Geschäftsleiter erinnerte noch einmal an die durchaus hohen Hürden bei der Einführung, etwa durch die Insolvenz der mit der technischen Umrüstung beauftragten Firma, die Verzögerungen wegen der Einbindung der Integrierten Leitstelle und schließlich auch der kurzzeitigen "Funkstille" vor und während des G7-Gipfels in Elmau 2015. "Berlin strahlt halt aus", kommentierte der Neustädter Landrat Andreas Meier als Verbandsvorsitzender kurz den Sachverhalt.

Hohe Förderung


Rund 2,4 Millionen Euro hat nach Rasts Worten die Umstellung von Analog- auf Digitalfunk gekostet, wobei allerdings bis zu 90 Prozent der Kosten gefördert wurden und noch werden. Bislang sind fast 90 Prozent der Einsatzfahrzeuge bereits umgerüstet, der Rest folge noch bis Ende des Jahres. Und bei den Handfunkgeräten sei die Ausstattung bei den Feuerwehren und Rettungsdienste mit 120 Prozent mehr als erfüllt.
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