Elvis Presley bedankte sich mit origineller Geste - Raimund Rodler erinnert sich
Privatkonzert in der Micki-Bar

Vermischtes
Tirschenreuth
08.10.2016
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Es war am 8. Januar 1935, als Elvis Presley in Tupelo/Mississippi zur Welt kommt. Im selben Jahr erblickt in Deutschland Raimund Rodler das Licht der Welt. Dass sich der Popstar und der Grafenwöhrer eines Tages sehr privat kennenlernten, wissen wenige.

Bei Presley-Vortrag in der Stadtbücherei erzählte Rodler, Sohn der Familie, die einst in Grafenwöhr die "Micky-Bar" geführt hat, von seiner Erinnerungen an den King. "Er wollte jeden Tag Schnitzel mit Bratkartoffeln", weiß Rodler. Presleys Vater, so schildert der Hotelier aus Eschenbach, war dem Sohn für eine Woche nachgereist, durfte aber nicht in die Kaserne. "Deshalb wurde er in einem unserer Fremdenzimmer einquartiert." Und Elvis kam jeden Abend mit einem Chauffeur, morgens wurde er wieder abgeholt. Natürlich habe Elvis den Aufenthalt bezahlen wollen. Doch Rodlers Mutter lehnte das ab. Zum Dank gab Presley ein kleines privates Konzert am Klavier für die Familie und das Personal. Davon durfte freilich niemand wissen, denn der Plattenvertrag untersagte öffentliche Auftritte in Deutschland.

Die " Micky-Bar" haben die Rodlers später aufgegeben. Sie war eine der ersten "Discos" der Oberpfalz und sei heute eine Kirche. Elvis Presley habe ihn immer wieder in die Staaten eingeladen, schließt er seine Geschichte. "Aber meine Frau hatte Angst vor dem langen Flug, deshalb sind wir nie hingeflogen", bedauert er.
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