Feierlicher Spatenstich für neues Feuerwehrhaus
Neuland für Peter Brückner

Zehn mit gelben und weißen Tulpen geschmückte Spaten warteten an der Mitterteicher Straße auf die Festgäste. Nach den Ansprachen griffen (von links) Stadtkämmerer August Trißl, Architektin Theresa Haubner, Stadtbauamtschef Andreas Ockl, Feuerwehrmann Rainer Burkhard, zweiter Bürgermeister Peter Gold, Bürgermeister Franz Stahl, Architekt Peter Brückner, Professor Benedikt Schulz vom Ingenieurbüro Schulz und Schulz, Feuerwehr-Vorsitzender Markus Mayer und Feuerwehr-Kommandant Harald Birner zu den Werkzeugen.
Vermischtes
Tirschenreuth
20.04.2017
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Selbst der erfahrene und mit vielen Auszeichnungen dekorierte Architekt Peter Brückner musste sich da erst einmal einlesen. Ein Feuerwehrhaus hat er noch nie geplant. Doch nicht nur deswegen war der Spatenstich für ihn ein sehr emotionaler Moment.

Für Bürgermeister Franz Stahl war dies sogar ein historischer Tag. Im Beisein von rund 30 geladenen Gästen gab er am Donnerstag mit einem feierlichen Spatenstich den Startschuss für den Bau des neuen Feuerwehrhauses an der Mitterteicher Straße. Rund 4,4 Millionen Euro soll der moderne Zweckbau kosten. Der Zeitplan sieht eine Fertigstellung im Herbst 2018 vor. Im gleichen Jahr feiert die Tirschenreuther Wehr 150-jähriges Bestehen.

Markanter Turm geplant


Geplant hat das Gebäude mit einem markanten, 25 Meter hohen Schlauchturm das renommierte Planungsbüro Brückner & Brückner, das sich damit auf Neuland wagt. Und Brückner staunte nicht schlecht, wie viele Vorschriften es da gibt.

Das Einarbeiten in die neue Materie hat sich gelohnt. Von der Stadt gab es jede Menge Vorschusslorbeeren, und die Vorfreude der Feuerwehr war greifbar. "16 Jahre haben wir davon geträumt, und es ist das rausgekommen, was wir uns vorgestellt haben", strahlte Kommandant Harald Birner mit den Kameraden unter der Bautafel um die Wette.

Bürgermeister Stahl sprach von einer langen und sehr interessanten Planungsphase, die für alle Beteiligten "sehr erfahrungsreich" gewesen sei. Das sanierungsbedürftige Gebäude am Lengenfelder Weg sei nicht mehr zeitgemäß. Die ungünstige Lage in der Innenstadt, die Nähe zur Grundschule, die zu kleinen Garagen und der Sanierungsbedarf hätten dieses Projekt notwendig gemacht. "Finanziell ist dieser Neubau klar die wirtschaftlichste Lösung."

Der Rathauschef - Ehrenvorsitzender der Feuerwehr - machte keinen Hehl daraus, dass sein Herz noch immer für die Floriansjünger schlägt. Mit Blick auf die fünf Ortsteilfeuerwehren versicherte er, dass wegen des Neubaus in Tirschenreuth die anderen Wehren auf gar keinen Fall vernachlässigt würden. Er verriet, dass für die Nutzung des alten Feuerwehrhauses bereits "charmante Lösungsansätze im Kopf gespeichert" seien.

Planer Brückner gestand, dass dieser Spatenstich "in Steinwurfnähe zu seinem Büro" für ihn ein sehr emotionaler Moment sei. Die verschiedensten Varianten seien durchgespielt worden und mit dem Planungsbüro Schulz und Schulz aus Leipzig sei zusätzliche Fachkompetenz hinzugeholt worden. Vor dem ehrgeizigen Zeitplan des Bürgermeisters war ihm nicht bange: "Es sind hier die richtigen Leute am Werk."

Danach Bauhof-Bau


Bürgermeister Stahl dachte bereits beim Spatenstich an die Fertigstellung. Das liebste wäre ihm, dann gleich nebenan mit den Arbeiten für einen neuen Bauhof zu beginnen. "Am schönsten wäre es für mich, wenn die Arbeiter gar nicht erst abziehen müssten, sondern gleich weiterarbeiten könnten."
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