Feuer und Flamme bleiben

Die Geistlichen bei der 352. Wallfahrt für die Kirche (von links): Stadtpfarrer Georg Flierl, Pfarrer Dr. Gabriel Samson aus Indien, Kaplan Paul Gebendorfer, Weihbischof Dr. Josef Graf aus Regensburg, Pfarrer Stefan Brunner aus Niederviehbach, Pfarrer Erich Renner aus Donaustauf und Pfarrer Josef Schön. Bild: wür
Vermischtes
Tirschenreuth
16.08.2016
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Feuer hat nicht nur eine zerstörerische Kraft. "Feuer ist auch eine Symbol für die Liebe Gottes", betonte Weihbischof Dr. Josef Graf bei der Wallfahrt in der Kreisstadt.

Den neuen Weihbischof der Diözese Regensburg, Dr. Josef Graf, durfte Stadtpfarrer Georg Flierl am Samstag als Hauptzelebranten zur 352. Wallfahrt für die Kirche begrüßen. Der Weihbischof freute sich, erstmals Vorsteher bei der Wallfahrt zu sein. Ein Dank von Stadtpfarrer Georg Flierl ging auch an Willibald Wirth (Violine) und an Werner Fritsch (Orgel) für die Mitgestaltung des Gottesdienstes.

In seinen Ausführungen hing der Geistliche auf die verheerenden Waldbrände in Südeuropa ein. Und der Weihbischof nannte hier die Worte Jesu "Ich bin gekommen, um Feuer auf die Erde zu werfen. Wie froh wäre ich, es würde schon brennen." Wir würden die bedrohliche Gewalt des Feuers kennen, und dennoch will Jesus, den wir doch als Heilsbringer verehren, Feuer legen, fragte der Prediger. "Wir müssen uns darauf besinnen, das Feuer beides sein kann. Gut oder schlecht. Es hängt von den Umständen, von der Dosierung des Feuers ab", erklärte Dr. Graf. So sei das wärmende Feuer im Herd nützlich. Nur das Feuer, das nicht mehr zu bändigen sei, wird ein zerstörerischer Brand. In manchen Stellen der heiligen Schrift, die mit Feuer etwas zu tun haben, könnte man durchaus Angst bekommen. Denn manche Menschen hätten schon viel Unheil gebracht und fürchterliche Brandspuren in der Weltgeschichte hinterlassen.

Symbol für die Liebe Gottes


Auch heute gäbe es schlimme "Zündler", betonte der Geistliche und führte hier islamische Fundamentalisten an, die nur Hass und Zwietracht zwischen den Religionen schüren wollen. "Da wird ein böses Feuer gelegt", so der Weihbischof. Jesus sei gekommen, um ein anderes Feuer auf die Erde zu werfen, ein gutes Feuer zu entzünden. Feuer in der Heiligen Schrift sei auch ein Symbol für die Liebe Gottes. "Jesu Herz brannte von diesem Feuer. Das Herz Jesu ist das Symbol der göttlichen Liebe." Das Feuer dieses Gottes möchte die Herzen der Menschen entflammen, so Dr. Graf. Wir könnten alle Feuer und Flamme sein für die Liebe Gottes. Die Sakramente sollten gleichsam wie Funken von der Liebe Gottes auf uns Menschen überspringen. Im Unterschied zu einem bösen Brand entzünde uns das Liebesfeuer Gottes nur, wenn wir es zulassen. Gott zwinge sich uns nicht auf. Es liege an jedem von uns, dass wir nicht ausbrennen, das wir Feuer und Flamme bleiben für die Liebe Gottes. Die Gottesmutter werde uns als Fürsprecherin beistehen, so der Prediger.

Im Herzen Mariens brenne das Feuer der göttlichen Liebe, wie sonst in keinem anderen Menschenherz, abgesehen vom Herzen Jesu. "Die Gottesmutter wird uns als Fürsprecherin beistehen, dass wir mit unseren Bemühungen nicht alleine stehen", so der Weihbischof. In uns brauche das Feuer der göttlichen Liebe nicht erlöschen. Es werde immer genährt und gestärkt. So dass man selbst ein liebevoller Mensch sein kann, der andere zur Liebe zu Gott und den Menschen bewegen kann. Dies solle auch unser gemeinsames Anliegen sein, so Weihbischof Graf.
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