Gespür für den Ernstfall

Der Fahrsimulator bietet reale Bedingungen bei einer Einsatzfahrt. Bei der Schulung im Feuerwehrgerätehaus Mitterteich waren mit dabei (von links) Kommandant Franz Bauernfeind, Kreisbrandmeister Albert Fröhlich, Kreisbrandinspektor Stefan Gleißner und Lehrgangsleiter Hauptbrandmeister Reiner Greif. Bild: jr
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Tirschenreuth
23.05.2016
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Es ist wie bei einem normalen Feuerwehreinsatz. Das Martinshorn ist zu hören, Funkverkehr lärmt aus dem Lautsprecher, doch plötzlich scheppert es. Der Fahrer hat einen Personenwagen gerammt! Damit genau das nicht passiert, soll die Übung im Simulator helfen.

Mitterteich. Die folgenschwere Einsatzfahrt hat zum Glück nur am Computer im Feuerwehrgerätehaus stattgefunden. Dort haben jetzt 48 Brandschützer aus dem Stiftland den möglichen Ernstfall mit ihren Einsatzfahrzeugen trainiert. Mit dabei Hauptbrandmeister und Rettungssanitäter Reiner Greif, der im Auftrag des Landesfeuerwehrverbandes und der Versicherungskammer Bayern im ganzen Freistaat unterwegs ist.

Mitterteichs Kommandant Franz Bauernfeind ist froh, dass dieser Simulator auch im Stiftland Station macht. So können Einsatzkräfte der beiden Kreisbrandinspektorenbezirke von Stefan Gleißner und Lorenz Müller den Ernstfall üben. Hauptbrandmeister Reiner Greif hat dann das Sagen. Sein Ziel ist klar umrissen, er will die Fahrten zu den Unfällen oder Unglücken sicherer machen, sowohl für den Fahrer selber, aber auch für die anderen beteiligten Autofahrer. Greif weiß, dass viele Fahrer der großen Feuerwehrautos sonst nur am Steuer von Personenwagen sitzen. Dazu kommen bei den Einsatzfahrzeug noch der Stress und die Hektik. Geübt werden müssten auch die Sonderrechte, die Einsatzfahrzeuge im Straßenverkehr haben. Mit Hilfe eines Simulators wird die Einsatzfahrt nachgeahmt, mit allen Geräuschen und Lärmpegel. Der Fahrer muss seine Fahrweise den realen Verhältnissen anpassen. Ein Rekorder zeichnet die Fahrt auf, damit später die Einsatzfahrt auch besprochen werden kann. Greif gibt immer wieder Tipps und Ratschläge, hält den Simulator an, erklärt vieles, ehe die Fahrt fortgesetzt wird.

Umsicht und Rücksicht


Ein Thema ist auch die Rettungsgasse, die vor allem im Stadtverkehr oder auf der Autobahn gefragt ist. Wichtig sei, dass die Fahrer am Simulator ein Gespür bekommen, wie sie in einem Ernstfall zu reagieren haben, so Greif. Zwar hätten die Einsatzfahrzeuge Sonderrechte, doch dürfen die Fahrer niemals zum Rambo im Straßenverkehr verkommen. Denn schon kleine Fehler würden verhindern, dass das Einsatzfahrzeug überhaupt am Einsatzort ankommt und dies ist ja eigentlich seine wichtigste Aufgabe. "Rücksicht und Umsicht sind wichtig, um möglichst schnell und vor allem unfallfrei an den Einsatzort zu gelangen".
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