Grußworte beim Neujahrsempfang
Bei Betreuung am Limit

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Tirschenreuth
08.01.2016
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Stadtpfarrer Georg Flierl verwies beim Neujahrsempfang auf die großen Herausforderungen, vor denen Deutschland stehe. Er griff die Worte von Papst Franziskus auf, der vor einer "Globalisierung der Gleichgültigkeit" warnte, auch in Bezug auf die Asylanten und Flüchtlinge. Unser Sozialstaat könne diese Aufgabe meistern, auch wenn es auf viele Dinge heute noch keine Antwort gebe.

Pfarrer Ralph Knoblauch bedauerte, dass im neuen Imagefilm der Stadt die evangelische Pfarrkirche nicht zu sehen sei, "dabei sind doch zehn Prozent der Christen in Tirschenreuth evangelisch". Weiter verwies Knoblauch auf seine Verabschiedung Ende Juli. Landrat Wolfgang Lippert ging auf die Entwicklung ein: "Alle Signale sind zukunftsorientiert. Tirschenreuth ist familiär, menschlich und modern". Der Landkreis habe sich gut entwickelt, dennoch gehe er mit Sorgen in das neue Jahr. Rund 900 Asylbewerber seien aktuell im Landkreis. Er dankte allen Helfern und den Behörden für die die Unterstützung, "sie geben der Hilfe ein menschliches Gesicht".

Unsere Werte akzeptieren


Lippert betonte jedoch, dass alle am Limit seien. "Was passiert, wenn der Zustrom an Asylbewerbern nicht abreißen?" Die vielen Ehrenamtlichen könnten nicht dauerhaft belastet werden. Bürgermeisterin Martina Nemecková aus Planá zeigte sich erfreut, dass Tschechen und Deutschen nicht nur nebeneinander leben, sondern auch zusammen arbeiteten. Regine Löffler-Klemsche, Vorsitzende des Heimatkreises Plan-Weseritz, ging auf die Vertreibung und die Umstände vor 70 Jahren ein. Flucht und Vertreibung seien aktueller denn je, wenn sie an die Flüchtlingswelle denke.

Sie betonte, dass Gewalt und Fremdenfeindlichkeit keinesfalls christliche Werte seien. Die Flüchtlinge müssten aber auch unsere Werte akzeptieren. Zudem müsse alles getan werden, dass die Flüchtlinge wieder in ihre Heimat zurückkehren könnten, "denn sie fühlen sich bei uns nicht wohl, sie wollen wieder in ihre Heimat zurück".
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