Hemden rund um den Globus

Beeindruckt haben CSU-Bundestagsabgeordneten Albert Rupprecht (links) Produktpalette und auch Geschäftsmodell des Tirschenreuther Hemdenspezialisten Hatico. Als Unterstützung konnte er dem Unternehmen nur den Hinweis auf Investitionszuschüsse anbieten. Die Hemdenvielfalt der Marken Hatico, Pure und Jupiter durften geschäftsführender Gesellschafter Hubert Andritzky (rechts) und Joseph Reiter, Mitglied der Geschäftsführung, vorstellen. Bild: Schirmer
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Tirschenreuth
21.11.2016
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"Hatico" spielt in der Championsleague der Hemdenhersteller. Rund zwei Millionen Stück gehen im Jahr an die Kunden. Doch ist der Kraftakt nur durch hochwertige Herstellung und Spitzenleistungen bei der modischen Ausrichtung machbar. Das beeindruckt auch den Bundestagsabgeordneten Albert Rupprecht.

Der Besuch beim Hemdenspezialisten war für den CSU-Mandatsträger auch Lehrstunde, mit welchen Maßnahmen Bekleidungshersteller die Herausforderungen des Marktes meistern. Das Hilfsangebot des Abgeordneten hörte die Firmenspitze mit geschäftsführenden Gesellschafter Hubert Andritzky und Joseph Reiter, Mitglied der Geschäftsführung, dennoch gerne. Mit Blick auf anstehende Investitionen etwa im Logistikbereich klangen mögliche Investitionszuschüsse durchaus interessant. Mit 12 Milliarden Euro wäre dieser "Bundes-Topf", für den sich auch Rupprecht zuständig erklärte, gut gefüllt. Gerne würde der Abgeordnete die Region mit Mitteln unterstützen.

130 Mitarbeiter


Daneben war beim Besuch eher zuhören angesagt. Hubert Andritzky schilderte die jüngste Entwicklung des Unternehmens, das gerade in den vergangenen 15 Jahren aufgrund der verschärften Wettbewerbssituation einschneidende Veränderung erfahren musste. Ein Produktion vor Ort war deshalb nicht mehr haltbar. Dennoch kann Hatico aktuell 130 Mitarbeiter vorweisen, welche alle Arbeiten - " bis auf das Nähen" - erledigen. Dabei sei gerade die Erstellung modischer Hemdenkollektionen für unterschiedliche Zielgruppen die Stärke des Unternehmens.

Fertigung für Großkunden


Rohstoffe und Fertigung seien mittlerweile mit Adressen in China, Myanmar, Philippinen, Vietnam oder Bangladesch verbunden. Auch durch eigene Besuche stellt Andritzky sicher, dass Hemden von Hatico nur in Werken, welche ordentliche Arbeitsbedingungen garantieren, produziert werden. Daneben lässt der Hemdenspezialist in Mazedonien und Bulgarien fertigen. Der Preiswettbewerb mache stets die Suche nach geeigneten Produktionsstätten notwendig. Zudem sucht das Unternehmen leistungsfähige Partner und stellt sein Know how als Hemdendienstleister zur Verfügung. "Neben unseren eigenen Hemdenmarken fertigen wir für mehrere Großkunden in Europa deren Hemdenkollektionen. Dies ist auch ein wichtiger Wachstumsmotor für die Firmengruppe", erklärt der Geschäftsführer.

Den Erfolg des Unternehmens führt Andritzky mit auf die modische Ausrichtung der eigenen Hemdenkollektion zurück. Mit der Marke "pure" werde das Segment mit modischen City-Hemden abgedeckt. Zum bewährten Sortiment gehören natürlich auch angesagte Casual-Hemden für die Freizeit und eben traditionelle Business-Hemden. Beim Abgeordnetenbesuch wusste Hubert Andritzky aber auch, dass die Fortsetzung des Unternehmenserfolgs große Anstrengungen benötigt. "Der Bekleidungsmarkt ist im Wandel", so der Geschäftsführer. Druck auf stationäre Fachhändler entstehe durch den Online-Handel, der den Konsumenten rund um die Uhr Zugang zu seinen Sortimenten ermöglichen. Auch die Logistik des Online-Handels ist mittlerweile perfektioniert. Erschwerend komme der Rückgang der Anzahl der Geschäfte des Facheinzelhandels dazu. Aber auch die Wechselkursschwankungen, sowohl für die Importe als auch die Exporte, würden das Geschäft belasten. Hatico versucht hier mit weiterer Expansion in neue Absatzmärkte gegenzusteuern. Schon jetzt findet man viele der Hemden aus der Oberpfalz in den USA sowie in Kanada.
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