Ikom Stiftland und tschechische Partner der Marianskolazensko loten weitere Zusammenarbeit aus
Aussichtsturm der Höhepunkt

Interessante Einblicke ins Nachbarland bekamen die Vertreter der Ikom Stiftland und des Amtes für Ländliche Entwicklung. Im Bild (von links) Lothar Müller, Eva Prochazkova, Ikom-Geschäftsführer Wolfgang Kaiser, Reinhard Wurm, Ikom-Vorsitzender Roland Grillmeier, Frank Langguth und Willibald Perzl (ALE), die Vorsitzende der "Marianskolazensko", Dagmar Strnadova, Klaus Meyer, Vladislava Chalupkova, Quido Vlk, Miloslav Pernica, Helena Repikova, Dolmetscherin Jaroslava Peterikova und Josef Schmidkonz. Bild: hf
Vermischtes
Tirschenreuth
02.08.2016
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Die Ikom Stiftland, ein Zusammenschluss von zehn Gemeinden aus dem östlichen Landkreis, hat eine tschechische Schwester. Dem Verbund Marianskolazensko gehören neun Gemeinden an. Erste Schritte der Zusammenarbeit gab es bereits. Nun loteten die deutschen Vertreter bei einem Besuch im Nachbarland weitere Ansatzpunkte für gemeinsame Projekte aus.

Schritte in Mikro-Region


Die Förderung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit hat sich die Ikom bei ihrer Gründung 2015 als Aufgabe gegeben. Die Bürgermeister der kommunalen Stiftland-Allianz sowie Vertreter des Amtes für Ländliche Entwicklung folgten kürzlich der Einladung der Organisation "Marianskolanzensko". Sie besichtigten zahlreiche Sehenswürdigkeiten und umgesetzte Projekte, erörterten grenzüberschreitende Pläne. Die Mikro-Region hat bereits mehrere Projekte mit den Gemeinden Mähring und Neualbenreuth durchgeführt.

207 Treppenstufen


Der Sitz liegt in Tri Sekery (Dreihacken). Die Ikom wurde von zahlreichen Bürgermeisterinnen herzlich begrüßt. Anders als auf deutscher Seite nehmen hier viele Frauen das Bürgermeisteramt war. Dagmar Strnadova, Vorsitzende der Mikro-Region, und Jaroslava Peterikova, die Dolmetscherin des tschechischen Bundes, führten durch das Programm. In Tri Sekery besichtigte man unter anderem das Minimuseum Bouda, die Grundschule mit Kindergarten sowie die Kirche der 14 Nothelfer, die mit Fördermitteln renoviert wurde. Sie steht auch für Konzerte, Vorträge, und Ausstellungen zur Verfügung.

Der Besuch des Aussichtsturms auf dem Herrenberg stellte in jeder Hinsicht den Höhepunkt dar. Bei einer Gesamthöhe von 55 Metern sind 207 Treppenstufen zu bewältigen. Die Ikom-Bürgermeister hatten vom Aussichtsplateau in 40 Metern Höhe eine herrliche Aussicht. Der Turm wurde 2008 eröffnet und ist zweifellos um eine besondere touristische Attraktion. In der Nähe des Turms liegt der jüdische Friedhof sowie der Lehrpfad "Cech" (Zeche) mit Infotafeln über Flora, Fauna und Gestein des Gebietes. Der ehemalige Militärübungsplatz bietet ein Zuhause für viele seltene Pflanzen- und Tierarten. Das Areal stellt einen der wertvollsten Naturräume in der Marienbader Umgebung dar.

Verschwundenes Dorf


Auf dem Gebiet des verschwundenen Dorfs Cech hat die Gemeinde 2009 mit Zuschüssen unter anderem Häuserfundamente restauriert. 2013 folgte eine Anpflanzung von Alleen und Gärten. Abschließend besichtigten die Stiftländer in der Gemeinde Drmoul (Dürrmaul) das Dorfzentrum sowie das Kulturhaus.

Beim gemütlichen Zusammensein in Valy (Schanz) wurden mögliche gemeinsame Projekte diskutiert. Diese reichten von der touristischen Erschließung des Tillenberges bei Neualbenreuth über die Anbindung von Rad- und Wanderwegen, gemeinsamen Museumsbesuchen sowie speziellen Vorhaben wie "Verschwundene Siedlungen der Region" oder "Ein Vierteljahrhundert der Änderungen". Zusammenarbeiten wollen beide Seiten auch beim Großprojekt "Klara 3", bei dem es um den nicht motorisierten Verkehr geht. Die Ikom-Vertreter bekräftigten den Wunsch zur weiteren Zusammenarbeit. Demnächst werden die Vertreter aus Tschechien zu einem Gegenbesuch eingeladen.
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