In den Ferien auf Piratenfahrt

Mit interessanten Aktionen gestaltet der "Learning Campus" seine Betreuungszeiten in den Ferien. Tirschenreuth will im nächsten Sommer eine Schulkindbetreuung mit einer finanziellen Beteiligung unterstützen. In den ersten drei Ferienwochen will der Campus ein Angebot in der Kreisstadt auf die Beine stellen. Interessierte Eltern können sich bei der Stadt melden.
Vermischtes
Tirschenreuth
29.11.2016
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Eine aufregende Kanufahrt oder gemeinsam ein Seifenkistl bauen, das kann durchaus für Abwechslung in den Ferien sorgen. Drei Wochen will Tirschenreuth im Sommer eine Betreuung organisieren - und so auch die Eltern entlasten.

Bei der ganztägigen Ferienbetreuung für schulpflichtige Kinder holt sich die Stadt einen Profi ins Team, den "Verein für Erlebnispädagogik und zukunftsorientierte Jugend- und Sozialarbeit (Learning Campus). Der wird neuerdings von Dr. Benjamin Zeitler als Geschäftsführer geleitet, der dem Stadtrat ein attraktives Programm präsentierte, das weit über Zeitvertreib hinausgeht. Neue Situationen und Herausforderungen sollen Lernprozesse anstoßen, Teamwork vermitteln und für interessante Erfahrungen sorgen.

Das Campus-Team bietet sich hier etwa als Partner für interessante Klassenfahrten, Kooperationsprojekte und eben die Ferienbetreuung an. Hier konnte Zeitler den Stadträten viele Beispiele aufzeigen, etwa die Themen "Seeräuber", "Kanu-Camp" oder "Homopfiffikus". Seit 12 Jahren ist der Campus in Nordbayern aktiv, begonnen wurde mit der ersten Maßnahme bei Siemens in Kemnath.

Und im Sommer 2017 soll es in Tirschenreuth ebenfalls ein Angebot geben, entschied der Stadtrat einstimmig. In den ersten drei Ferienwochen könnten Eltern ihre Kinder ab 5 Jahren anmelden. Die Kosten betragen für die Eltern 65 Euro pro Woche (für das 2. und weitere Kinder 45 Euro). Pro gebuchter Woche würde die Stadt dem Verein je Kind 65 Euro dazuzahlen. Die wöchentlichen Aktionen könnten etwa im "roten Schulhaus" der Mittelschule stattfinden. Die Stadt versucht jetzt das Interesse an dem Angebot zu ermitteln. Eltern können sich bei der Stadt (Vorzimmer des Bürgermeisters) melden.

Positives bewirken


Bürgermeister Franz Stahl erinnerte, dass die Bitte um eine "adäquate Betreuung" in der Ferienzeit von einer Gruppe berufstätiger Eltern ausgegangen sei. Zwar bestehe kein Rechtsanspruch, so Stahl, doch wolle man dieses Anliegen durchaus unterstützen. "Es ist gut, wenn die Stadt hier helfend eingreift", bescheinigte auch Peter Gold (CSU). Unterstützung kam auch von der SPD. "Das war stets ein Thema der Zukunftskonferenzen", wusste Florian Busl. "Wir können etwas Positives bewirken", stellte sich auch Manfred Zandt (Freie Wähler) hinter das Vorhaben. Ausdrücklich wiesen Stahl und die Stadträte darauf hin, dass dieses neue Angebot keine Konkurrenz zum Ferienprogramm der Vereine darstellen soll.
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