Individuelle berufliche Perspektiven für Flüchtlinge und Migranten
Bestens vorbereitet

Den erfolgreichen Abschluss ihrer Integrationsmaßnahme feierten die Teilnehmern mit dem Geschäftsführer der Kolping-Berufshilfe, Johannes Saalfrank, dem pädagogische Team sowie Hasan Jawish von der Agentur für Arbeit Tirschenreuth. Bild:
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Tirschenreuth
08.11.2016
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Sie wollen arbeiten, egal was. Doch die Hürden sind groß. Die erste haben die Flüchtlinge aber jetzt übersprungen.

Die Kolping-Berufshilfe feierte mit den Teilnehmern der Maßnahme "Individuelle berufliche Perspektiven für Flüchtlinge und Migranten" den erfolgreichen Abschluss. Bisher konnten 50 Prozent der Teilnehmer integriert werden.

Die von der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter Tirschenreuth geförderte Maßnahme hat das Ziel, Flüchtlinge und Migranten auf das Berufsleben in Deutschland vorzubereiten. Inhalte waren dabei: Bewerbungstraining, berufsbezogenes Deutsch, Feststellung schulischer und beruflicher Kenntnisse in deutscher Sprache, Feststellung handwerklicher Fähigkeiten in der Praxis sowie Praktika. Während der sechsmonatigen Maßnahme konnten die Teilnehmer ihre Sprachkenntnisse soweit verbessern, dass eine Verständigung oder Unterhaltung kein Problem mehr darstellt. Einige Teilnehmer sprechen inzwischen sehr gut Deutsch.

Die Integrationsquote von bisher 50 Prozent ist auch der Aufgeschlossenheit der Oberpfälzer Betriebe und Bevölkerung sowie den Netzwerkpartnern wie der Agentur für Arbeit, dem Jobcenter, dem Landratsamt, der AWO und Caritas, aber auch den vielen ehrenamtlichen Helfern zu verdanken. Ohne diese gute Vernetzung wäre eine Integration nicht möglich.

Bei der Kolping-Berufshilfe wurden die Teilnehmer von einer Deutschlehrerin, einem Integrationscoach und einer Mitarbeiterin für Übersetzungen und Anerkennungen von Zeugnissen, Berufsabschlüssen und Studienabschlüssen erfolgreich betreut.

Die integrierten Teilnehmer konnten als Trockenbauer, Pizzabäcker und Lagerist vermittelt werden oder eine Einstiegsqualifizierung zur Ausbildung zum Industrieelektriker mit Fachrichtung Betriebstechnik bei der Firma Witron und eine schulische Ausbildung zur Sozialpflegerin beginnen. Ein Teilnehmer konnte eine weiterführende Schule speziell für Ärzte besuchen, ein weiterer Teilnehmer einen Vorbereitungskurs auf ein Studium an der OTH Amberg.

Auch die restlichen Teilnehmer wollen so schnell wie möglich arbeiten, egal was. Die größte Schwierigkeit ist jedoch weiterhin, dass die Teilnehmer öffentliche Verkehrsmittel nutzen müssen. Daher wären Beschäftigungen wie zum Beispiel in Schichtbetrieb nur in Tirschenreuth selbst möglich
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