Ja zu „schönem Zweckbau“

Geschlossen erteilte der Bauausschuss dem Bauantrag der Stadt für das neue Feiuerwehrhaus das Einvernehmen. Ganz ohne Diskussion, etwa über die dunkle Holzverschalung, ging der Punkt nicht über die Bühne. Durch den Turm entstehe eine "ästhetische Einfahrtsituation" zu Stadt, bewertete Bürgermeister Franz Stahl die Optik. Plan: Brückner&Brückner Architekten
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Tirschenreuth
20.10.2016
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Das neue Feuerwehrhaus wird auf alle Fälle ein "Hingucker". Für die vorvergraute Holzverschalung sind aber nicht alle "Feuer und Flamme".

Unbestritten ist in den Gremien der Stadt das außergewöhnliche Konzept des neuen Gerätehauses, das durch hohe Funktionalität besticht. Ausführlich hatte das Bürgermeister Franz Stahl schon im Sommer dem Stadtrat vorgestellt, so dass die Genehmigung des Bauantrages jetzt eher eine Formsache war.

Zwar gab der Bauausschuss dem Vorhaben am Montag geschlossen sein Einvernehmen mit auf den Weg, ganz ohne Bemerkungen ging es aber nicht. Vor allem die Optik des neuen Gerätehauses ließ eine kleine Diskussion "aufglimmen". Karl Berr (Wählergemeinschaft Umwelt) war kein Freund der dunklen Fassade. Hans Zölch (Freie Wähler) fürchtete durch die Holzverschalung einen hohen Pflegeaufwand.

Aus Lärchenholz


Stadtbaumeister Andreas Ockl konterte mit dem Hinweis auf die gefällige Schalung am Seniorenheim in der Mühlbühlstraße. Auch beim Feuerwehrhaus soll die Verkleidung aus hochwertigem Lärchenholz erfolgen. Und zur Farbe machte Bürgermeister Franz Stahl kurzerhand klar: Mir gefällt's! Und gerade durch den Turm würde eine "sehr ästhetische Einfahrtsituation" zur Stadt geschaffen. Vinzenz Rahn (CSU) attestierte einen "schönen Zweckbau". Bedenken an dem hohen Funktionsturm (25m) wies auch Rahn zurück. Um Übungssituationen darzustellen, müsste der Turm so ausgeführt werden.

Den Wunsch nach einer eigenen Werkstatt wollte Stahl nicht aufgreifen. Im Vorfeld sei alles mit der Feuerwehr geklärt worden. So sehen die Pläne eine Waschhalle sowie Platz für kleinere Reparaturen vor. Als Werkstätte müsste einmal der benachbarte Bauhof genutzt werden. Konrad Schedl (Grüne) regte für die Heizung das vorhandene Hackschnitzelheizwerk und ein Nahwärmenetz an. Die bestehende Anlage am Gymnasium würde allerdings die notwendige Leistung nicht erbringen. Die müsste dann über einen Gaskessel erzeugt werden, vermerkte der Stadtbaumeister. Bei den Forderungen nach alternativer Energieerzeugung sei dies ausgeschlossen. Deswegen werde im Feuerwehrhaus eine eigene Pelletheizung installiert. Nach dem Einvernehmen im Bauausschuss kann jetzt die Ausschreibung auf den Weg gebracht werden. 2017 soll der Bau beginnen.

Zwei Jahre Bauzeit


Das neue Feuerwehrhaus (90 mal 30 Meter) soll rund 4,4 Millionen Euro kosten und im Sommer 2018 fertig sein. Als nächsten Schritt plant die Stadt auf dem Nachbargrundstück den Neubau des Bauhofes.
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