Jahresbericht der Polizeiinspektion Tirschenreuth
Region mit großer Sicherheit

Symbolbild: dpa
Vermischtes
Tirschenreuth
27.04.2016
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"Wir zählen zu den sichersten Gegenden in ganz Deutschland", freut sich Polizeihauptkommissar Werner Schönfelder als Chef der Polizeiinspektion in der Kreisstadt. Mit rund 3500 Vorfällen, davon 852 Straftaten, erlebten die Beamten in der Region ein relativ ruhiges Jahr.

Beim Sicherheitsgespräch mit den Bürgermeistern legte die Polizeiinspektion Tirschenreuth einen ausführlichen Bericht über die Straftaten im vergangenen Jahr vor. Zum Dienstbereich der PI gehören neben der Kreisstadt acht weitere Kommunen, um die sich die 32 Einsatzkräfte kümmern. Eine erfreuliche Entwicklung ist bei den Diebstählen, den Körperverletzungen und den Rauschgiftdelikten zu beobachten. Die Zahlen in diesen Bereichen sind allesamt rückläufig. Insgesamt liegt die Kriminalitätsbelastung mit durchschnittlich 28,8 (2014 33) Straftaten pro 1000 Einwohner auf einem niedrigen Niveau (Oberpfalz 41,8). Ein Thema, das bei der Bevölkerung immer für Anspannung sorgt, sind die Wohnungseinbrüche. Davon gab es im vergangenen Jahr zwölf Fälle. Diese Erfahrung sei zwar für den Betroffenen schwer zu verkraften, speziell dann, wenn man sich zur Tatzeit selbst im Haus aufhält, allerdings ist auch diese Zahl "auf einem äußerst niedrigen Niveau", so Schönfelder.

Kein Spaß in der Disco


Zu größeren Problemen durch die Flüchtlingssituation sei es nicht gekommen. Dazu habe auch der Sicherheitsdienst in den Notunterkünften beigetragen. Ein Brennpunkt bleibe die Discothek in der Kreisstadt. "Fast jedes Wochenende müssen wir einmal dorthin", weiß Werner Schönfelder. Der Ursprung der dortigen Auseinandersetzungen ist fast immer übermäßiger Alkoholkonsum.

Auf den Straßen der Region ereigneten sich 2015 rund 830 Unfälle, zwei davon mit tödlichem Ausgang. Unter Alkoholeinfluss hatten sechs Fahrer ihren Wagen nicht mehr unter Kontrolle. Obwohl diese Zahl recht klein ist, mahnt Polizeihauptkommissar Bernhard Schraml: "Sechs Unfälle sind sechs zu viel." Überhöhte Geschwindigkeit war 23-mal der Auslöser für einen Zwischenfall. "Wir haben keine Rasergesellschaft", relativiert Schraml diese Statistik.
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