Jetzt Ausschreibungen für die Sanierung des Hüthauses in Hophenwald
Vom Denkmal zum Dorftreff

Für die Sanierung des Hüthauses hat die Stadt die Mitteilung über den vorzeitigen Maßnahmebeginn erhalten. Jetzt kann die Ausschreibung starten. Vor Ort erläuterte Bauingenieur Ferdinand Lehner das Vorhaben (von links): Bürgermeister Franz Stahl, "Bauleiter Johannes Bäuml, Ferdinand Lehner, Ortssprecher Johann Schmid, Stellvertretender Stadtkämmerer Harald Eckstein und Kämmerer August Trißl. Bild: Schirmer
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Tirschenreuth
18.05.2017
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Das Denkmal ist nicht nur zum anschauen da: Mit dem Hüthaus in Hohenwald soll nach der Renovierung einmal ein außergewöhnlicher Treff für die Dorfgemeinschaft bereit stehen.

Fast 250 Jahre hat das Häuschen am Ortsende von Hohenwald schon auf dem Buckel. 1776 erbaut ist das Hüthaus eines der letzten seiner Art in der Oberpfalz - und einmalig in der Region. Eine Sanierung ist nicht nur für Bürgermeister Franz Stahl ein langgehegter Wunsch. Natürlich will auch das Landesamt für Denkmalpflege das Bauwerk erhalten. Doch soll das Hüthaus kein Anschauungsobjekt werden. Vielmehr ist das Gebäude bald ein besonderer Treffpunkt für die Ortsgemeinschaft.

Jetzt Ausschreibung


Neben dem Geräteschuppen gelegen, wird ein schmuckes Ensemble geschaffen, bei dem auch die Grünfläche zwischen den Gebäuden eine Aufwertung erfährt. Nach der Mitteilung über den vorzeitigen Maßnahmenbeginn kann jetzt die Ausschreibung starten. Eine Fertigstellung ist für das kommende Jahr geplant. Dabei hat das Hüthaus den ersten Sanierungsabschnitt schon hinter sich. Bereits 2005/2006 wurde der Dachstuhl des Gebäudes denkmalgerecht saniert. Seitdem war am Hüthaus eine Pause eingelegt worden. Mit einem Geräteschuppen neben dem Gebäude haben die Hohenwalder bereits einen ersten Schritt für ihren Ortstreff unternommen. Nach der Zusage kann es jetzt weitergehen. Als erster Bauabschnitt steht die Trockenlegung im Außen- und Innenbereich an, danach werden der Putz entfernt sowie Strom und Wasser neu installiert. Als 3. Abschnitt folgen die Isolierung der obersten Geschossdecke und der Innenausbau. "Um eine entsprechende Raumhöhe zu erreichen werden auch Abgrabungen im Innen- und Außenbereich vorgenommen", beschrieb Bürgermeister Franz Stahl das Vorhaben. Feuchtigkeit werde durch eine Raumheizung und Fundamentdrainierung vermieden, schilderte Bauingenieur Ferdinand Lehner als Planer.

260 000 Euro Kosten


Für die Sanierung des Hüthauses geht die Stadt von Kosten in Höhe von 260 000 Euro aus. Dabei hofft Stahl aber auf einen hohen Zuschuss von 90 Prozent über die "Förderoffensive Nordostbayern". Unterstützen wollen das Vorhaben natürlich auch die Hohenwalder selbst. "Eigenleistungen sind ein wichtiger Teil der Maßnahme", weiß Franz Stahl. Und die Bewohner hätten ihr Einverständnis schon erklärt, bestätigen Ortssprecher Johann Schmid und "Bauleiter" Johannes Bäuml. Natürlich werden die genauen Arbeiten noch rechtzeitig besprochen. Zudem soll das Hüthaus mehr als ein attraktiver Treffpunkt werden. Auch eine Nutzung für den Tourismus kann sich Stahl vorstellen. So sollen am Einstiegspunkt zu den Waldnaabauen entsprechende Informationstafeln aufgestellt werden.
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