Kleine Walzen selbst gebaut

Stolz präsentieren sich für vier Lebenshilfe-Schüler mit den Hamm-Auszubildenden (hockend) nach der erfolgreichen Premiere in der Arbeitswelt. Stehend (von links) Hamm-Personalchef Udo Kasseckert, Johannes Schmid, Max Röckl, Jakob Dutz, Rainer Sladky (alle Lebenshilfe) und Hamm-Ausbildungsleiter Josef Dill. Eine kleine selbstgebaute Walze durften die vier Schüler als Erinnerung mit nach Hause nehmen. Bild: jr
Vermischtes
Tirschenreuth
16.06.2016
95
0

Eine ganze Woche lang machten Schüler des Förderzentrums Mitterteich hautnahe Erfahrungen in der Arbeitswelt. Diese Einblicke verdanken sie einer Kooperation mit der Firma Hamm. Der Gewinn lag auf beiden Seiten.

Es war das erste Projekt dieser Art, das die Hamm-Ausbildungswerkstatt durchgeführt hat. Von Montag bis Freitag waren vier Schüler der Berufsschulstufe des Förderzentrums zu Gast. Die vier jungen Männer schnupperten im Ausbildungsalltag und durften eigenständig bohren, feilen, schleifen, körnen und drehen. Das Projekt machte allen Beteiligten sichtlich Spaß.

"Einbeziehung statt Ausgrenzung, Inklusion statt Exklusion", unter diesem Motto stand die Aktionswoche. Gemeinsam mit Hamm-Ausbildungsleiter Josef Dill begrüßten fünf Auszubildende die vier Schüler der Mitterteicher Berufsschulstufe. Gekommen waren die 18-jährigen Jakob Dutz (Mitterteich) und Max Röckl (Mähring), der 17-jährige Rainer Sladky (Plößberg) und der 19-jährige Johannes Schmid (Dippersreuth).

Gemeinsam erarbeiteten die Auszubildenden mit ihren Gästen kleine Hamm-Walzenmodelle. Bei der Erstellung durften die jungen Männer ihre handwerklichen Fähigkeiten einbringen und gewannen so Einblicke in die tägliche Arbeit in einem modernen Industriebetrieb. Beeindruckend für Josef Dill war vor allem, wie selbstständig und mit welch großem Engagement die jungen Gäste trotz ihrer Beeinträchtigung an den Modellen mitarbeiteten.

Auch für die Auszubildenden der Firma Hamm bedeutete diese Woche eine wertvolle Erfahrung. Auszubildender Alexander Weiß fasste zusammen: "Wir haben alle erkannt, wie wichtig es ist, Menschen mit Behinderung zu unterstützen. Wir haben aber auch gesehen, wie schnell und effektiv sie sich in die Arbeitsprozesse und das Team einbringen." Am Ende der Woche konnte sich das Ergebnis sehen lassen. Mehrere kleine Walzen verließen gemeinsam mit den Jugendlichen am Freitag das Werk in Tirschenreuth, verbunden mit vielen neuen Erfahrungen im beruflichen Alltag.

Sowohl für die jungen Menschen der Lebenshilfe als auch für die Hamm-Auszubildenden waren die Begegnungen vor allem ein menschlicher Gewinn. "Arbeit macht Spaß", diese Erkenntnis drückte alles aus, was die vier Schüler in dem Tirschenreuther Betrieb erlebten. Dieser Erkenntnis konnte sich Hamm-Personalchef Udo Kasseckert bei seinem Besuch in der Ausbildungswerkstatt nur anschließen.

Wir haben alle erkannt, wie wichtig es ist, Menschen mit Behinderung zu unterstützen.Auszubildender Alexander Weiß
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.