Krankenhaus Tirschenreuth erhält ein begehrtes Zertifikat
Zertifizierte Maximalversorgung

Über die Zertifizierung freuen sich (von links) Dr. Torsten Friese, Dr. Norbert Fischer, Vorstand Josef Götz, Professor Rudolf Ascherl, Bürgermeister Franz Stahl, Michaela Helm, Stationsleitung Chirurgie, und OP-Leiter Wolfgang Wach. Bild: Grüner
Vermischtes
Tirschenreuth
16.12.2015
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"Auf diese Leistung sind wir stolz." So der Tenor der Sprecher bei der Übergabe des Zertifikats für das Krankenhaus Tirschenreuth als Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung. Trotzdem, oder erst recht, dürfe man sich aber nicht auf den verdienten Lorbeeren ausruhen.

Seit etwa zwei Jahren arbeiteten die Beteiligten intensiv daran, um dieses hohe Ziel zu erreichen. Ausgestellt ist das Zertifikat von der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft Endoprothetik und des Berufsverbandes für Orthopädie und Unfallchirurgie. Die begehrte Auszeichnung, mit der sich nicht viele Kliniken brüsten können, überreichte das Aufsichtsratsmitglied der Kliniken Nordoberpfalz AG und Bürgermeister von Tirschenreuth, Franz Stahl. "Ein wichtiger Meilenstein für unser Haus", sagte er.

Hervorragende Mitarbeiter


Für Tirschenreuth habe die AG in der Vergangenheit gute Signale gesetzt. Modernste Technik und hervorragende Mitarbeiter hätten den Standort zum Aushängeschild gemacht. Das Zertifikat werde diese Tatsache noch wesentlich verstärken. Darauf seien die außergewöhnlichen Leistungen schwarz auf weiß dokumentiert.

Vorstand Josef Götz erklärte, dass Arthrose an Hüfte oder Kniegelenk zu den dritthäufigsten Erkrankungen bei Menschen über 70 Jahren zähle. "In Deutschland werden jährlich mehr als 400 000 Kunstgelenke implantiert", informierte der Sprecher. Um den Erfolg eines solchen Eingriffs zu gewährleisten, spielten viele Faktoren zusammen.

Etwa die langjährige Erfahrung der Operateure, stetige Weiterbildung aller am Behandlungsprozess Beteiligten und ein interdisziplinäres, gut abgestimmtes Team. Die Endo-Cert-Initiative der Deutschen Gesellschaft für Orthopädische Chirurgie soll die qualitativ hochwertige Durchführung solcher Eingriffe sicherstellen. Voraussetzung für eine Zertifizierung ist, dass die Anforderungen in einem Audit nachgewiesen werden.

Die eingebundenen Abteilungen im Tirschenreuther Haus waren seit Ende 2013 und im Laufe des Jahres 2014 damit beschäftigt, die bestehenden Strukturen auf die Anforderungen hin zu prüfen und erste Vorbereitungen zu treffen. In die heiße Phase traten die Vorbereitungen mit der Etablierung der Abteilung für Spezielle Chirurgie und Orthopädie von Professor Dr. Rudolf Ascherl im Oktober 2014.

Deutlicher Aufschwung


Ins Endoprothetik-Zentrum sind außerdem integriert die Abteilung für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie unter der Leitung von Chefarzt Dr. Norbert Fischer und das Medizinische Versorgungszentrum Stiftland mit Dr. Torsten Friese. Am 28. und 29. Mai dieses Jahres war es dann soweit. Zwei Fachexperten besichtigten die Einrichtungen, im Hinblick unter anderem auf Qualifikation, Fallzahlen, Komplikationsraten, interdisziplinäre Zusammenarbeit, Fallbesprechungen und Patienteninformation. Besonders hoben die Experten bei ihrer Bewertung hervor, dass das Tirschenreuther Haus mit dem Eintritt von Professor Ascherl einen deutlichen Aufschwung erfahren habe und einen weit überregionalen hervorragenden Ruf genieße. Die hohe Qualität der Patientenversorgung sei im Wesentlichen auf das gewaltige Engagement und den Fleiß seiner Mitarbeiter zurückzuführen. Hier seien in kurzer Zeit wesentliche Strukturen geschaffen worden, die einem Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung gerecht werden.

Dabei sei auch die enge Zusammenarbeit mit dem Qualitätsmanagement der Pflege und den Kooperationspartnern hervorzuheben. Josef Götz erklärte, dass es jetzt darum ginge, das erreichte Niveau zu erhalten und weiterzuentwickeln. Er sagte: "Ich wünsche mir, dass alle weiterhin am gleichen Strang ziehen und zwar am gleichen Ende und in die gleiche Richtung."

Weitere Anstrengungen


Professor Ascherl lobte die große Begeisterung und den persönlichen Einsatz aller, die zum Erfolg beigetragen haben. "Aber wir müssen mit der gleichen Initiative, der gleichen Kraft und positiven Einstellung weiterarbeiten. Wir haben den Gipfel erklommen, aber auch die Anstrengungen in der Ebene bleiben hart."
Ich wünsche mir, dass alle weiterhin mit am gleichen Strang ziehen und zwar am gleichen Ende und in die gleiche Richtung.Vorstand Josef Götz
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