Kurs für Landwirte
Leiden der Tiere vermeiden

Beim Ergänzungslehrgang im Landwirtschaftsamt wurde Kenntnisse zum Tiertransport vermittelt. Danach kann ein Befähigungsnachweis für den Tiertransport beim Veterinäramt beantragt werden. Bild: hfz
Vermischtes
Tirschenreuth
11.03.2016
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Wenn Ochs' und Kuh unterwegs sind, muss der "Chauffeur" allerhand wissen - und einen Befähigungsnachweis für Tiertransport vorweisen können.

Bereits ab dem 5. Januar 2008 müssen alle Personen - auch Landwirte - die zu "wirtschaftlichen Zwecken" Nutztiere über Entfernungen von 65 Kilometer transportieren, einen Befähigungsnachweis besitzen und diesen beim Transport mitführen. Der Befähigungsnachweis selbst wird auf Antrag vom zuständigen Veterinäramt ausgestellt. Voraussetzung ist jedoch eine Ausbildung mit Abschlussprüfung im Beruf Landwirt, Tierwirt etc. nach dem 5. Januar 2007.

Für Bäuerinnen und Landwirte mit Ausbildung vor dem 5. Januar 2007 und ohne landwirtschaftliche Ausbildung wurde den derzeitigen Teilnehmern des Kurses im Bildungsprogramm Landwirt (BILA) vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Tirschenreuth und weiteren Teilnehmern zusammen mit dem Veterinäramt Tirschenreuth eine Unterweisung mit anschließendem Test angeboten. Den 37 Teilnehmern wurde erläutert, dass beim Transport generell ein Transportpapier mit Angaben zur Herkunft und Eigentümer der Tiere, Versandort, Tag, Uhrzeit des Beladebeginns, der Bestimmungsort, die vorgesehene Transportdauer, mitgeführt werden muss.

Grundsätzlich darf die Transportdauer nicht mehr als acht Stunden betragen, da sonst an die Transportfahrzeuge zusätzliche Anforderungen wie Tränken, Temperatursensoren und ein Navigationssystem besitzen müssen. Transportfähig ist ein Tier nur dann, wenn es selbstständig auf das Fahrzeug laufen kann bzw. keine Verletzungen oder sichtbare Erkrankungen hat. Weiter wurde von Dr. Kerstin Hoock vom Veterinäramt Tirschenreuth darauf hingewiesen, dass die Transportfahrzeuge so konstruiert und gebaut sein müssen, dass Verletzungen und Leiden der Tiere vermieden werden, die Tiere vor widrigen Witterungseinflüssen geschützt sind und eine angemessene und ausreichende Frischluftzufuhr während des Transports gewährleistet ist. Auch bei dem Umgang mit Tieren beim Verladen darf den Tieren keine unnötigen Schmerzen oder Leiden zugefügt werden. In dem anschließenden Test mussten die Teilnehmer ihre Kenntnisse bei Transport von Tieren unter Beweis stellen.
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