Landkreis unterstützt Modellregion Steinwald mit jährlich 15 000 Euro - Schon 45 Betriebe ...
Marketing für Bio-Mohn und Öko-Burger

Mit dieser Ansicht im Playmobil-Format vor der Kulisse des Steinwalds warb die Modellregion kürzlich auf der Leitmesse "Biofach". Bild: hfz
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Tirschenreuth
24.02.2016
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Es ist eine freiwillige Leistung und in Zeiten der Haushaltskonsolidierung eher knifflig. Dennoch waren sich die Mitglieder im Kreisausschuss einig: Die Öko-Modellregion Steinwald bekommt einen jährlichen Zuschuss von 15 000 Euro. Damit wird der Betrieb bis 2019 drei Jahre lang unterstützt. Im aktuellen Haushaltsjahr fließen noch 5000 Euro.

Auf ganzer Linie erfolgreich war damit die Vorstellung des staatlich geförderten Projekts durch die Vertreter der Steinwald-Allianz. "Wir haben die Öko-Modellregion in die Verlängerung bis 2019 bekommen", informierte Vorsitzender Hans Donko die Kollegen im Kreisausschuss. "Wir können die Ausgaben nicht mehr eigenfinanziert stemmen." Der jährliche Eigenanteil beträgt 25 000 Euro, das entspricht 25 Prozent der Gesamtkosten. In den beiden anderen Oberpfälzer Öko-Modellregionen treten jeweils die Landkreise Neumark und Amberg-Sulzbach selbst als Projektträger auf.

Ein Schwerpunkt im Steinwald ist derzeit die gemeinsame Vermarktung von Bio-Rindfleischprodukten. Der frisch kreierte "Öko-Burger" fand zuletzt bei der führenden Fachmesse in Nürnberg reißenden Absatz. "Es gibt aber auch Lamm- und Wild-Hamburger", informierte Günther Erhardt vom Projektmanagement. Auch im Bereich Bio-Tourismus wolle man Gas geben. Spezielle Einkaufsführer und Kochkurse unterstützten die Überzeugungsarbeit.

"Die Zahl der Bio-Betriebe in den 16 Mitgliedsgemeinden ist auf 45 gestiegen", verwies Martin Schmid auf einen Zuwachs von 25 Prozent in kurzer Zeit. Der Manager der Steinwald-Allianz berichtete von mittlerweile 6,5 Prozent biologisch bewirtschafteter Fläche. Im Steinwald hat zum Beispiel die alte Rinderrasse Rotvieh eine Heimat gefunden. Bio-Bauer Josef Schmidt berichtete im Kreisausschuss auch vom lohnenden Mohn-Anbau. In Deutschland gebe es nur drei Betriebe, die ihn in Bio-Qualität herstellen. "Früher wurde ich gerne als ökologischer Spinner angesehen", sagte der Landwirt von der Grenzmühle. "Die Entwicklung spricht dafür, auf ,öko' zu setzen."
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