"Lerchenfelder" mit bewegter Historie - Im Jubiläumsjahr wieder in Kreisliga aufgestiegen - ...
Bezirksliga-Jahr war der Höhepunkt

Vermischtes
Tirschenreuth
16.07.2015
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Mit dem Fußball- und Sportverein, kurz FSV, feiert heuer der kleinste Fußballverein der Kreisstadt 65-jähriges Bestehen. Eigentlich wurde der Verein bereits 1949 aus der Taufe gehoben - von Franz Fischer und dem späteren Vorsitzenden Karl Schedeck unter dem Namen 1. Fußballclub Schwarzenbach.

Als offizielles Gründungsjahr aber gilt 1950, da man sich erst zu diesem Zeitpunkt dem Bayerischen Fußballverband anschloss. Bereits im Jahr 1950/51 spielten die Fußballer ihre erste Saison in der damaligen C-Klasse und schlossen diese mit dem achtbaren sechsten Platz ab.

Zwischen 1952 und 1957 erreichten die Kicker ebenfalls gute Platzierungen. 1957/58 errangen sie gar die Meisterschaft und stiegen in die B-Klasse auf, in der sie jedoch nur ein Jahr blieben.

1958/1959 folgte eine einschneidende Änderung: Der 1. FC Schwarzenbach zog nach Tirschenreuth um. An der Rothenbürger Straße schufen die Mitglieder in tausenden Arbeitsstunden ein neues Sportgelände, auf dem die Fußballer heute noch zu ihren Heimspielen antreten. Dabei änderte der Verein auch seinen Namen: Aus dem 1. FC Schwarzenbach wurde der FSV Tirschenreuth. Somit hatte die Kreisstadt im Lerchenfeld einen dritten Fußballverein. Schon damals wie heute noch werden die FSVler deshalb die "Lerchenfelder" genannt.

Zehn Jahre später schlitterte der FSV in eine Krise und stand kurz vor der Auflösung. Grund: Acht Spieler verließen den FSV und schlossen sich dem ATSV Tirschenreuth und dem TSV Bärnau an. Nur dank des unermüdlichen Idealisten Willi Voith, der sämtliche Posten des Vereins übernahm, konnte das Aus verhindert werden.

In dieser Zeit verbesserte sich auch die finanzielle Situation des Klubs: Bandenwerbung am Sportgelände spülte einige Mark in die Vereinskasse. Der FSV bekam wieder Boden unter den Füßen und konnte 1975 25-jähriges Bestehen feiern. Das erwirtschaftete Geld bildete unter anderem den Grundstock für den Bau eines neuen Sportheims, das im Juli 1976 eingeweiht wurde. Finanziell war der Verein zwar im grünen Bereich, doch die erste Mannschaft schaffte es nicht, die C-Klasse zu verlassen, obwohl man eine sehr erfolgreiche Nachwuchsarbeit leistete. Teilweise bis zu acht Jugendmannschaften konnte der FSV für den Spielbetrieb melden. 1983 übernahm Horst Bäumler den Vereinsvorsitz und übte dieses Amt bis 2001 aus. Erst Mitte der 90er-Jahre waren die Fußballer endlich auch auf dem Rasen erfolgreich: 1994/95 stieg das Team erneut in die B-Klasse auf und konnte sich diesmal immerhin zwei Jahre halten.

Die bislang erfolgreichste Zeit der Fußballer begann nach der Jahrtausendwende: 2001 stieg die erste Mannschaft in die Kreisklasse auf, zwei Jahre später in die Kreisliga und 2006 sogar in die Bezirksliga - wenn auch nur für eine Saison. In den vergangenen Jahren wechselte der FSV zwischen Kreisliga und Kreisklasse hin und her. Heuer glückte erneut der Aufstieg in die Kreisliga.

Im gesellschaftlichen Bereich hat der Verein in jüngster Vergangenheit ebenso einiges geleistet: Die Sanitäranlagen im Sportheim und die Umkleidekabinen wurden renoviert, das Sportheim erhielt eine neue Theke und einen Kachelofen, auf der Terrasse steht nun ein Holzbackofen. Zudem ließen die Verantwortlichen den Terrassenbereich mit Glas überdachen. 2011 sanierte der FSV den Hauptplatz und erneuerte die Bandenwerbung. Größter Kraftakt war 2003 der Ankauf des gesamten Sportgeländes.
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