Maschinenring stellt Betriebshelfer vor
Helfer in allen Lebenslagen

Vermischtes
Tirschenreuth
20.09.2016
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Die Landwirtschaft erfährt ständig Veränderungen. Vorbei die Zeiten der Großfamilien, wo jederzeit jemand einspringen konnte. Auf vielen Höfen sind heute wenige Einzelkämpfer zugange. Betriebshelfer sind gefragter denn je.

/Rothenbürg. Vor 45 Jahren wurde der Maschinen- und Betriebshilfering (MR) im Landkreis Tirschenreuth gegründet. Auch damals gab es schon Betriebshelfer. Andreas Sächerl aus Kemnath ist seit Anfang an dabei und geht Ende des Jahres in den Ruhestand.

Ihm folgen gleich acht neue Mitarbeiter nach, die jetzt am Gowerlhof von Josef Zeitler in Rothenbürg vorgestellt wurden. Nadja Stumpf ist Selbstständige im Berufsverband, Thomas Schedl gehört zur Ländlichen Betriebs- und Haushaltsdienst GmbH (LBHD), Ann-Kathrin Schöpf, Sebastian Schiml, Lisa Kutzer, Berthold Böhm, Rita Baumann und Maria Kraus sind beim Maschinenring angestellt.

Strukturiertes System


Klingt kompliziert, ist es auch. Die Betriebs- und Haushaltshilfe im Landkreis wird organisiert mit Helfern, die verschiedene Anstellungsverhältnisse haben. Die bereits erwähnte LBHD ist eine gemeinsame Firma der Maschinenringe und des Bauernverbandes. Die Katholische Dorfhelferinnen und Betriebshelfer GmbH (KDHB) ist eine Tochter des BBV). Dann sind da noch der Berufsverband sozialer Fachkräfte im ländlichen Raum, der Maschinenring mit der Maschinenring Stiftland GmbH und die nebenberufliche Schiene der MR-Klassik-Kräfte.

Das zeigt, wie gut die Landwirtschaft im Landkreis aufgestellt ist, wenn es darum geht sich im Notfall gegenseitig zu helfen. Die Betriebshelfer leisten qualifizierte und kompetente Unterstützung bei Unfall, Krankheit, Schwangerschaft und Tod im Stall, im Betrieb und im Haushalt. Sie machen Verhinderungspflege, unterstützen Privathaushalte in Zusammenarbeit mit den Ersatzkassen, dem Jugendamt und der Koordinierungsstelle "Frühe Hilfen für Kinder".

Begrüßt wurden die Neuen von der Tochter des Gowerlhof-Bauern, Franziska Schedl, dem Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbandes (BBV), Ely Eibisch, dem Vorsitzenden des MR, Hans Enslein, seinem Stellvertreter Bernhard Bäuml und der Geschäftsführerin Marion Höcht.

Unterstützung existenziell


"Durch die zunehmende Arbeitsbelastung auf den Betrieben ist bei Ausfall des Betriebsleiters eine Kompensation durch Familienangehörige kaum mehr möglich", sind sich die Vertreter der verschiedenen Organisationen einig. Umso mehr sei die qualifizierte Unterstützung durch Fachpersonal existenziell.

Auch aus dem Grund setzt der Maschinenring zunehmend auf fest angestelltes Personal. Weiterhin sei auch die Unterstützung der Pflegenden auf den landwirtschaftlichen Betrieben eine Herzensangelegenheit. Auf den Höfen sei es auch heute Usus, dass Menschen, die auf Unterstützung angewiesen sind, zu Hause gepflegt werden. Auch hierfür sind die Helfer des MR qualifiziert und in der Lage Pflegende zu entlasten. Gerade in diesem Punkt haben die Betroffenen oft Bedenken. Aber Marion Höcht sagt: "Das funktioniert gut, denn wir sprechen die Sprache der Landwirte."

Derzeit sind 15 Frauen und 35 Männer als sogenannte MR-Klassik-Kräfte tätig. Darunter versteht man Mitarbeiter, die in der Regel einen eigenen Hof haben und nebenberuflich als Betriebshelfer unterwegs sind. Dazu kommen noch sechs Mitarbeiter aus den anderen Zweigen. Das hört sich nach viel an, ist auch nicht schlecht, aber trotzdem sind Neueinsteiger gefragt. "Der Bedarf wächst stetig." Als Voraussetzung muss ein Interessent eine landwirtschaftliche Ausbildung vorweisen, Gehilfe ist dabei Minimum. Ely Eisch erklärt, dass viele Schulabgänger gerne als Klassik-Mitarbeiter einsteigen, um ihren praktischen Horizont zu erweitern.

20 000 Stunden


Durchschnittlich leisten die MR-Betriebshelfer im Jahr etwa 20 000 Arbeitsstunden auf etwa 200 verschiedenen Höfen. Ein Einsatz kann eine Woche aber, zum Beispiel bei einem Todesfall, auch bis zu zwei Jahre dauern. Durchschnittlich ist ein Betriebshelfer zwei bis drei Monate auf einem Hof. Für die Einsatzplanung und Einsatzleitung zeichnet Karola Pinzer verantwortlich, für das Personal ist Carolin Schrembs zuständig.

Wer einen Betriebshelfer braucht, dem wird weitergeholfen unter Telefon 09631/70 44 10 oder E-Mail: karola.pinzer@maschinenringe.de

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Weitere Informationen:

www.maschinenring-stiftland.de/

Der Bedarf wächst stetig.Geschäftsführerin Marion Höcht
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