Mit Besen und Schaufel unterwegs
Asylbewerber kümmern sich um ihren neuen Zugang zur Kreisstadt

Vermischtes
Tirschenreuth
20.02.2016
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Mit dem neuen Radweg zum Asylbewerberheim sind auch die Flüchtlinge am Stadtrand näher zu den Menschen im Ort herangerückt. Leichter und damit auch intensiver ist die Annäherung geworden. Die neuen Mitbewohner sind ein lebendiger Teil der Kreisstadt.

Mit dem Ausbau hat die Stadt im vergangenen Jahr einen wichtigen Schritt für eine Integration der neuen Mitbürger unternommen. Geschätzt wird dieser helle und saubere Zugang natürlich vor allem von den Asylbewerbern selbst. Und dafür sind auch sie bereit, etwas zu unternehmen. Denn nicht alle, mitunter ohne nachzudenken, nehmen auf ihre Umwelt Rücksicht. Flaschen, Plastikbecher und Papier landen allerorten neben Straßen und Wegen.

Und gerade von der benachbarten Bundesstraße hat der Radweg so manche unerwünschte "Wurfsendung" erhalten. Annemarie Flögel, die als rührige Mitarbeiterin im Arbeitskreis Asyl der Caritas, oft zu Fuß zur Wohnstätte der Flüchtlinge unterwegs ist, war vor kurzem bei einem Besuch entsetzt über den Zustand. Nicht gerechnet hat die Tirschenreutherin mit der Initiative der Asylbewerber. Die haben sich spontan zusammengefunden, Besen und Müllsäcke organisiert, und eine Reinigungsaktion gestartet. Später, nach getaner Arbeit, haben sie Annemarie Flögel dann mit einem Erinnerungsbild überrascht. Der Einsatz zeigt ihr deutlich, wie sehr auch den Flüchtlingen der Zugang zu den Menschen in Tirschenreuth am Herzen liegt: Die Annäherung an eine Gemeinschaft, von der viele hoffen, dass sie hier neue Freunde und eine neue Heimat finden können.
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