Mit dem Lift in Sitzungssaal

Nicht gerade ein Schmuckstück ist die Rückseite des Rathauses. Dank der Finanzspritze aus dem Kommunalinvestitionsprogramm soll auch dort einiges passieren, etwa ein Lift-Anbau sowie die Hofgestaltung. Bild: axs
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Tirschenreuth
31.05.2016
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Beim Gedanken an das Rathaus kommt den meisten Bürgern wohl sofort die schmucke Fassade mit dem aufwendig gearbeiteten Renaissance-Erker in den Sinn. Im Stadtrat allerdings waren die Rückseite und der Hof ein zentrales Thema. Durch eine Finanzspritze aus dem Kommunalinvestitionsprogramm (KIP) kann jetzt nämlich in diesem Bereich schneller als gedacht modernisiert werden. Auch ein Aufzug ist in Planung.

"Dieser Platz ist sicher keine Schönheit", resümiert Bürgermeister Franz Stahl. Sein Blick richtet sich dabei auf den Bereich direkt hinter seiner Amtsstube. An das historische Rathaus schließt sich eine Art Parkplatz an, zu dessen Gesamtbild auch Garagen und Baucontainer gehören. Vielen ist dieser Hof schon lange ein Dorn im Auge. Jetzt allerdings kommt Bewegung in die Erneuerungsbestrebungen. Insgesamt 454 600 Euro erhält die Stadt aus dem KIP für einen ersten Bauabschnitt zur Rathaussanierung.

Barrierefrei in 2. Stock


Dieses Geld ist aber zunächst für ein anderes Projekt eingeplant. Noch bevor die Baumaschinen auf den Hof rollen können, wird das Haus an sich umgebaut. Im Zuge des ersten Sanierungsabschnittes ist die Anbringung eines Aufzuges an die hintere Fassade angedacht und der Stadtrat soll außerdem künftig in ein neues Zuhause umziehen. Neben der Maßnahme hin zum barrierefrei erreichbarem Rathaus, sehen die Planungen eine Modernisierung des großen Sitzungssaales im 2. Stock vor. Franz Stahl stellte klar: "Wir werden diese Mittel auf jeden Fall nutzen."

Parkdeck im Untergrund


Wenn diese Arbeiten abgeschlossen sind, voraussichtlich 2018, rückt der Fokus wieder auf den Rathaushof. Auch für diesen zweiten Bauabschnitt wird es eine Förderung geben. "Auch das muss zeitnah umgesetzt werden", betont Stahl. Genaue Pläne zur konkreten Gestaltung gibt es noch keine, dennoch sorgte das Thema bei der Sitzung am Mittwoch bereits für Diskussionen. Angelika Brunner etwa äußerte Bedenken: "Es wird dann wahrscheinlich wieder ein Parkplatz werden." Ihrer Meinung nach sollte der Hof zu einem begrünten Rathausgarten umgewandelt werden. Stellplätze für Autos könnte man mittels eines Parkdecks in den Untergrund verlegen. Das Gefälle hinter dem Rathaus würde solch eine Maßnahme zulassen.

Spielplatz bleibt


Die Sorge einiger Anwohner der Siedlung Rote Erde brachte Doris Schön gegen Ende der Stadtratssitzung vor das Gremium. Weil anderswo Spielplätze abgebaut wurden, wären junge Familien die in der Siedlung ein Haus gekauft oder angemietet haben beunruhigt. Denn auch der dortige Spielplatz sei in schlechtem Zustand, sollte aber auf jeden Fall erhalten bleiben. Franz Stahl wusste die Bürger zu beruhigen: "Es ist momentan kein weiterer Rückbau geplant." Um die Qualität der Geräte auf dem Spielplatz Rote Erde werde man sich kümmern. "Wir setzen das auf unsere Agenda", so das Stadtoberhaupt. Zur Thematik passend machte auch Harald Siegert eine Anmerkung. Den Spielplatz gegenüber des ATSV Sportgeländes bezeichneten die Anwohner als "verwildert". "Hier müsste auch etwas passieren", so Siegert.
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