Muster für Wohnen im Alter

Die Musterwohnung des Landkreises in Tirschenreuth besichtigten (von links) MdL Dr. Karl Vetter, Landrat Wolfgang Lippert, Annette Karl, Brigitte Scharf und Uli Grötsch. Mit dabei waren auch (von rechts) Anita Busch, Wolfgang Fenzl und Oberregierungsrätin Regina Kestel. Bild: jr
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Tirschenreuth
10.10.2016
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Wohl im Freistaat einmalig ist die Musterwohnung in Tirschenreuth. Das Angebot beeindruckte auch die Mandatsträger der SPD und der Freien Wähler.

Mit Lob überschüttet wurde der Landkreis für seine gelungene Musterwohnung, die er im Rosenweg 10 untergebracht hat. Eingerichtet ist dort eine barrierefrei zu erreichende Wohnung, die allen Ansprüchen alter und behinderter Menschen gerecht wird. Projektleiterin Anita Busch führte am Donnerstag die Landtagsabgeordneten Annette Karl (SPD) und Dr. Karl Vetter (Freie Wähler), sowie Bundestagsabgeordneten Uli Grötsch (SPD) und Landrat Wolfgang Lippert durch die 110 Quadratmeter große Wohnung.

Landrat Wolfgang Lippert betonte, dass diese Musterwohnung "Menschenwürdiges Wohnen im Alter" einmalig Bayern ist. Mit der Förderung von 200 000 Euro konnte der Landkreis eine Musterwohnung sowie die Wohnberatung aufbauen. Seit 1. Januar dieses Jahres läuft jetzt das Projekt "Kompetenznetzwerk Wohnberatung - Mein Daheim", bis Ende des kommendes Jahres. Gefördert wird dieses Projekt durch das Bayerische Sozialministerium mit 40 000 Euro für zwei Jahre. Projektleiterin Anita Busch verwies darauf, dass bislang über 1400 Personen die Musterwohnung besucht hätten, wobei ein großer Teil nicht aus dem Landkreis kommt. Derzeit versuche das Kompetenznetzwerk "Mein Daheim - für ein Wohnen im Alter zuhause" ehrenamtliche Wohnberater zu aktivieren. Aus dem Landkreis hätten sich bislang zehn Personen angemeldet. Ziel sei es, in allen 26 Kommunen des Landkreises solche ehrenamtliche Wohnberater zu installieren. Die Einführung der Wohnberater soll nach Abschluss der Grundlagenschulung im Januar/Februar 2017 erfolgen. Anita Busch berichtete von bislang 145 Fällen, in denen Beratungen in der Musterwohnung und 25 Hausbesuche stattfanden. Heuer kamen 370 Personen in die Musterwohnung, weitere 125 Personen sind bis zum Jahresende noch angemeldet.

Ein Zukunftsthema


MdL Annette Karl sprach sie von einer Keimzelle, die in die nördliche Oberpfalz hinaus wachsen könne. MdB Uli Grötsch sprach dem Landkreis ein Kompliment für eine vorzeigenswerte Einrichtung aus. Gerade ältere Menschen bräuchten den Rat, damit sie im Alter in der gewohnten heimischen Umgebung zurechtkommen. Grötsch zeigte sich überzeugt, dass Wohnen im Alter das Zukunftsthema sein wird. Er versprach sich für weitere Förderprogramme seitens des Bundes einzusetzen. MdL Dr. Karl Vetter gratulierte dem Landkreis zu dieser Einrichtung. Vetter will sich für das Projekt jetzt auch in seinem Heimatlandkreis Cham einsetzen. "Wenn Senioren im vertrauten Heim weiter wohnen können, spart sich der Staat viel Geld", wusste der Landtagsabgeordnete. SPD-Sozialexperte Brigitte Scharf verwies darauf, dass Personen mit Pflegestufe I, 4000 Euro für einen barrierefreien Umbau der Wohnung bekommen.
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