Mythos Elvis begeistert bis heute

Godhard Neumann erzählte lebhaft und abwechslungsreich aus Presleys Leben. Seinem Vortrag lauschte auch der Buchautor Alex Heigl (vorne), der über Presleys Zeit als Soldat in Grafenwöhr geschrieben hat. Bild: ubb
Vermischtes
Tirschenreuth
08.10.2016
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Zwei erkenntnisreiche Stunden über Weltstar Elvis Presley sowie die Uraufführung der Theaterband "Buddy Boys" erlebten Fans beim Vortrag des Presley-Experten Godehard Neumann.

Kaum vorstellbar, hätte es Elvis Presley doppelt gegeben. Tatsächlich hatte der in eine bettelarme Familie in Mississippi hineingeborene Weltstar einen Zwillingsbruder. Dieser sei leider gestorben, erzählte Fachexperte Godehard Neumann bei seinem Vortrag in der Stadtbücherei. Eingeladen hatte der Verein "Modernes Theater Tirschenreuth" im Rahmen seines diesjährigen Theaterstücks "Servus King." Die Einladung zum Vortrag durch den Verein "Modernes Theater Tirschenreuth" wurde für Gäste wie Theatermitwirkende eine spannende Sache, denn am Dienstagabend gab es viel Insiderwissen über den Star. Als Dreingabe stellte Historiker Peter Heigl sein Buch "Sergeant Elvis Presley in Grafenwöhr" vor und die Theaterband "Buddy Boys" alias Dominik Boll (Sänger und Gitarrist), Alexander Ernst (Schlagzeuger) und Felix Werner (Gitarrist) gab erste Kostproben "Der Hüftschwung fehlt", kritisierte Inge Pannrucker, freilich im Scherz. "Ich übe", versprach Sänger Dominik lachend. Inge Pannrucker outete sich als eine der ersten Elvis-Groupies. Sie schwelgte in Erinnerungen: Ihr Lieblingssong "Love me Tender" sei zeitgleich mit ihrer ersten Liebe namens Otto die Nummer eins in ihrem jungen Leben als 14-Jährige gewesen.

Unterhaltsam berichtete Fachexperte Godehard Neumann über das Mythos "Presley", immer wieder unterbrochen von Live-Einspielungen aus Konzerten und Interviews. Besonders die totale Vermarktung des Stars wurde sichtbar. Selbst seine Zeit als Sergeant der US-Armee war im Grund nur Vermarktung. Zum Vortragsende gab es einen Ausschnitt des letzten aufgezeichneten Elvis-Konzertes. Tränen stehen dem vor Krankheit aufgedunsenem Popstar dabei in den Augen. Kurz darauf starb er. "Herztod ist die offizielle Version", so Neumann, der aber von übermäßigem Tablettenkonsum spricht. Alles lange vorbei, in der Bücherei hielt sich die Trauer in Grenzen. Viel mehr freute man sich über die Live-Musik der "Buddy Boys".

"Servus King"Premiere des Theaterstücks am 5. November im Kettelerhaus. Vorher Ausstellung mit der Leipziger Künstlerin Dana Kerkes. Vernissage am 29. Oktober um 19 Uhr am Oberen Marktplatz, wo die Werke in Schaufenstern präsentiert werden.
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