Nach aufwendiger Sanierung der Dachkonstruktion
Hallenbad macht wieder auf

Mit einem Kostenaufwand von 245 000 Euro wurde das Tirschenreuther Hallenbad vom Landkreis saniert. Ab kommenden Dienstag ist es wieder für Jedermann geöffnet. Bild: jr
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Tirschenreuth
06.09.2016
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Vom Abschluss der Sanierungsarbeiten im Tirschenreuther Hallenbad überzeugten sich (von links) Walter Brucker, Kreiskämmerer Klaus Pöllmann, Landrat Wolfgang Lippert, Christian Kropf, Kreisbaumeister Klaus Weig und Bademeister Bernd Hör. Bild: jr

Der Landkreis hat Wort gehalten: Mit Beginn des neuen Schuljahres steht auch wieder das Hallenbad in Tirschenreuth zur Verfügung. Eine Viertelmillion Euro hat die Sicherung der aufwendigen Dachkonstruktion gekostet. Und doch ist es nur eine Lösung auf Zeit.

Es war eine Hiobsbotschaft nicht nur für die Vereine: Weil die Sicherheit des Hallenbades am Stiftland-Gymnasium wegen korrodierter Stahlseile nicht mehr gewährleistet war, hatte Landrat Wolfgang Lippert im vergangenen Jahr die Sperrung der 30 Jahre alten Einrichtung angeordnet. 245 000 Euro ließ sich der Landkreis die Sanierung kosten. Die maroden Teile wurden ausgetauscht, ab Dienstag ist das Hallenbad wieder geöffnet.

Der Landrat strahlt. Gleich am zweiten Arbeitstag nach dem Urlaub kann er Vollzug melden. "Das Echo damals auf die dringend notwendig gewordene Schließung war alles andere als erfreulich", erinnert sich Lippert. Und er dankt den Vereinen, vor allem dem Schwimmclub, die während der Bauzeit auf benachbarte Bäder in Waldsassen und Mitterteich ausgewichen sind. Dankbar ist der Landrat auch dem Kreisausschuss, der voll hinter der Sanierung gestanden hat. Die zuvor angenommenen Kosten von 240 000 Euro wurden nur geringfügig um 5000 Euro überschritten.

Auch 30 Jahre nach der Eröffnung hat das Bad für den Landkreischef einen besonderen Charme. "Ich freue mich immer, wenn ich vorbeifahre. Da habe ich das Gefühl, hier ist etwas Besonderes." Das zeigt Christian Kropf (Sachgebiet Hochbau am Landratsamt) auch mit einigen Details der Sanierungsarbeiten auf. Die alten Stahlseile wurden komplett ausgewechselt und auch angegriffene Holzträger teilweise erneuert. Kropf dankt vor allem der federführenden Stahlbaufirma Kreutzer (Floß) für die ausgezeichnete Ausführung. "All unsere geplanten Maßnahmen zur Ertüchtigung der Statik sind abgeschlossen."

Beheizt wird das Hallenbad mit Hackschnitzel aus einem Kraftwerk im benachbarten Gymnasium. Auch die Technik wurde aufgerüstet, schließlich stand das Hallenbad jetzt fast eineinhalb Jahre lang still. Diese Arbeiten erfolgten im Zuge der routinemäßigen Wartungen, die halt dieses Mal etwas umfangreicher ausgefallen sind.

Kreisbaumeister Klaus Weig betont, dass mit der jetzigen Sanierung der Landkreis für die kommenden fünf bis acht Jahre seine Ruhe hat. Ob es dann eine Generalsanierung oder einen Neubau geben wird, ist noch nicht klar. Eine Auftrag gegebene entsprechende Machbarkeitsstudie ist noch in Arbeit.

Jährlich kommen rund 17 000 Badegäste, dazu kommt noch einmal die gleiche Anzahl Besucher aus Schule und Verein. Das Defizit für den Kreishaushalt beträgt jährlich rund 150 000 Euro.

ÖffnungszeitenEinem regulären Betrieb des Hallenbads ab kommenden Dienstag steht nun nichts mehr im Weg. Das Becken hat eine Größe von 25 mal 12 Meter, aufgeheizt hat es eine Wassertemperatur von 28 Grad, die Whirlpools haben gar 35 Grad. Es gelten folgende Öffnungszeiten: Montag geschlossen, Dienstag 17 bis 21 Uhr, Mittwoch 16 bis 20.30 Uhr, Donnerstag 17 bis 20 Uhr, Freitag 16 bis 20 Uhr, Samstag 14 bis 18 Uhr, Sonntag 10 bis 12 Uhr. Der Eintritt für Erwachsene beträgt weiter drei Euro, Kinder und Jugendliche (ab sechs Jahre) bezahlen die Hälfte. (jr)
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