Neuer Spielplatz im evangelischen Kindergarten
So schwer wie acht Elefanten

Ein Spektakel ganz nach dem Geschmack von Kindern. Den ganzen Vormittag über warteten die Buben und Mädchen vom evangelischen Kindergarten ungeduldig, bis schließlich gegen Mittag ein Tieflader den Granitblock für den Garten anlieferte. Per Autokran wurde er über den Zaun gehievt und platziert. Der Brocken wieg acht Tonnen. "Soviel wie acht Elefanten", bemerkte Bauleiter Martin Csakli. Bilder: Grüner (2)
Vermischtes
Tirschenreuth
14.05.2016
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Es war ein anonymer Spender, der im evangelischen Kindergarten für Aufsehen sorgte. Per Tieflader wurde der acht Tonnen schwere Granitbrocken geliefert und per Autokran in den Vorgarten gehievt. Ganz zur Freude der Kinder, die dem Spektakel von der neuen Brandschutzrampe beiwohnen durften.

Der Stein ist das Herzstück eines neuen Spielplatzes im Vorgarten. Ergänzt wird die Anlage noch durch Betonrohre, durch die die Kinder prima durchkriechen können. Frischer Rasen und eine andere Bepflanzung komplettieren das neue Spielgelände. Dann sind auch die Arbeiten, die den Kindergarten brandschutztechnisch auf Vordermann brachten, abgeschlossen.

Uralte Idee umgesetzt


Die Idee mit dem Stein geht schon auf das Jahr 1993 zurück, als der Kindergarten eröffnet wurde, erklärte dessen Leiterin, Ursula Roper. "Wir wollen mit unseren Spielarealen alle Sinne der Kinder ansprechen und setzen dabei bei der Gartengestaltung auf regionale Materialien aus der Natur. Ein großer Stein hat uns bisher gefehlt." Dass es so lange gedauert hat läge auch daran, dass bis Oktober 2003 die Straße direkt am Garten vorbeigeführt habe. "Das wäre viel zu gefährlich gewesen." Ende 2005 war die Neugestaltung abgeschlossen, die jetzt die Straße viel weiter vom Kindergarten wegbringt. Der schwere Brocken ähnelt einem Findling, wie sie im Waldnaabtal häufig zu sehen sind. Für Erwachsene ist es ein großer Stein, für Kinder ein gigantischer Felsen an dem sie ihr Klettergeschick ausprobieren können. Natürlich unter Aufsicht und mit entsprechenden Sicherungen. Am 11. Juni zum Sommerfest wird der Naturspielplatz fertig sein", sagt Roper. Dass das mit dem Stein geklappt hat, hat der Kindergarten nicht nur dem edlen Spender zu verdanken, sondern indirekt auch einer Auflage, die Brandschutzertüchtigungen im Haus nötig gemacht haben. Der Spielplatz wurde in diese Maßnahme integriert.

Brandschutz optimiert


220 000 Euro kostet das Gesamtpaket. Das teilen sich zu je einem Drittel, die evangelische Kirche, die Stadt Tirschenreuth und die Regierung der Oberpfalz, erklärt der Bauleiter seitens des ausführenden Architekturbüros Brückner & Brückner, Martin Csakli.

Beim Brandschutz wurden sämtliche Rauchmelder erneuert, zwei Fluchttüren und zwei Fluchtgaupen eingebaut. Im Obergeschoss wurde ein breiter Fluchtbalkon auf die bestehende Pergola aufgebaut, die mit Glas gesichert ist und über die im Notfall Kinder und Personal ganz schnell den Garten über eine anschließende Fluchttreppe erreichen.

Von diesem Balkon aus betrachteten die Kinder, das Aufsichtspersonal und Hausherr Pfarrer Ralph Knoblauch die spektakuläre Platzierung des großen Felsens, der jetzt den Vorgarten dominiert.
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