Neujahrsempfang der Katholischen Pfarrgemeinde Tirschenreuth
Die Kirche ist lebendig

Die Leute sind christlich, nur anders.
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Tirschenreuth
14.01.2016
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Viele Dankesworte für gegenseitige Hilfe gab es beim Neujahrsempfang der Pfarrei, aber auch Sorgen zum Thema Asylsuchende.

Für die sehr harmonische Umrahmung des Neujahrsempfang der Katholischen Pfarrgemeinde sorgte eine neue Musikgruppe. Monika Zeitler, Petra Klebl-Denk, Ulrike Klarner und Reinhard Legat hatten sich erst vier Tage vorher zusammengefunden. Mit ihrer Musikauswahl gestalteten sie eine festliche Atmosphäre und bekamen dafür kräftigen Applaus.

Präses Pater Martin Neuhauser bedankte sich für die gute Zusammenarbeit mit der Katholischen Pfarrgemeinde. Oftmals seien die Helfer rund um die Stadtpfarrkirche auch auf St. Peter tätig. Im Rückblick stellte Neuhauser fest: "Die Kirche in Tirschenreuth ist lebendig!" Allerdings hätte die Zahl der Kirchenbesucher auf St. Peter während der vergangenen zehn Jahre doch sehr abgenommen. Anlass zu fragen, ob die Christlichkeit bzw. die Kirche in Gefahr wäre. "Die Leute sind christlich, nur anders", wusste der Präses. Pfarrer Ralph Knoblauch dankte ebenfalls für die guten Beziehungen zur Schwesterkirche. Schon bei der Begrüßung hatte Stadtpfarrer Georg Flierl bei ihm angefragt, ob er denn seine Pensionierung noch etwas verschieben könne. Dies musste Knoblauch leider verneinen, auch wenn es schwer falle. Denn die Ökumene in Tirschenreuth sei sehr gut.

Die Leute sind christlich, nur anders.Präses Pater Martin Neuhauser.

Bürgermeister Franz Stahl ging in seinem Grußwort auch auf die Asylproblematik ein. Für die Kreisstadt sei dies kein Problem, gehörten Asylbewerber doch seit zehn Jahren zum Stadtbild. Bundestagsabgeordneter Reiner Meier berichtete von seiner Arbeit in Berlin. Die schwierigste Aufgabe während seiner Dienstzeit sei für ihn persönlich die Abstimmung über die Sterbehilfe gewesen. Nun werde die Palliativmedizin gestärkt, die Sterbehilfe sei abgelehnt. Das Thema "Asylsuchende" beschäftigte auch stellvertretenden Landrat Dr. Alfred Scheidler. "Gerät unsere Welt aus den Fugen", fragte Scheidler. Wir hätten die christliche Pflicht zu helfen, aber nicht undifferenziert sondern mit wachen Augen, meinte Scheidler. Freilich wäre es bisher geschafft worden, die Flüchtlinge unterzubringen, aber wenn es so weitergehe, "werden wir es nicht mehr schaffen!".

Gewalt keine Lösung


Georg Hecht, Schulleiter des Stiftland-Gymnasium, übernahm die Grußworte für die ortsansässigen Schulen. Er konnte auf eine hervorragende Zusammenarbeit zwischen Schule und Kirche verweisen. Eine gute Zusammenarbeit gebe es auch in Bezug auf die Flüchtlinge. 200 Asylsuchende seien in den Ferien in der Turnhalle untergebracht worden, darunter viele Kinder. Diese müssten dringend unterrichtet werden. Ihnen müssten vor allem abendländische Werte beigebracht werden. Gewalt und Krieg seien keine Lösung. An der Mittelschule etwa hätte mittlerweile die Anzahl der Flüchtlingskinder eine Klassenstärke erreicht.
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