Neujahrsempfang der Pfarrgemeinde
Dank für großartigen Einsatz

Der Familienpreis 2016 der Katholischen Pfarrgemeinde Tirschenreuth ging an den Kreisverband des Bayerischen Roten Kreuzes. Geschäftsführer Holger Schedl (Dritter von links) und Vorsitzender Bürgermeister Franz Stahl (Zweiter von rechts) freuten sich sehr über diese Ehrung durch (von links) Pfarrgemeinderatssprecher Reinhard Legat, Stadtpfarrer Georg Flierl und Kirchenpfleger August Trißl. Bild: heb
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Tirschenreuth
12.01.2016
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Herbert Konrad und Rita Forster wurden beim Neujahrsempfang ausgezeichnet. Bild: heb

Viele Helfer braucht es, damit in der Pfarrei alles reibungslos abläuft. Beim Neujahrsempfang dankte Pfarrer Georg Flierl für dieses Engagement. Mit dem Familienpreis wurde der BRK-Kreisverband ausgezeichnet.

Gute Tradition ist es für Stadtpfarrer Georg Flierl, mit einem Neujahrsempfang den würdigen Rahmen für Ehrungen zu schaffen. Dank vieler helfender Hände gelang es immer, die vielfältigen Aufgaben im kirchlichen Umfeld bestens zu erfüllen.

So konnte Stadtpfarrer Flierl beim Neujahrsempfang gleich drei erwachsene "Lausbuben Gottes" ehren. Die Seniorenministranten absolvieren ihren Dienst am Altar schon sehr lange. So durfte Konrad Hopf den Ehrenteller der Pfarrei Mariä Himmelfahrt für 20 Jahre Ministrantendienst entgegennehmen. Seit seinem Eintritt in den Ruhestand, annähernd zehn Jahre, ist Albert Zölch schon dabei. Auch er erhielt den Ehrenteller der Pfarrei überreicht. Peter Dörfler ist seit einiger Zeit auch als Ministrant tätig, bringt sich aber seit 20 Jahren mit vielen Aktivitäten in die Kirche ein. Besonders für die Organisation der Himmelträger beim Fatimatag zeichnet er verantwortlich. Da er den Ehrenteller der Pfarrei bereits früher erhalten hat, wurde ihm mit einem Geschenk gedankt.

Sonderehrungen


Zwei weitere Sonderehrungen brachten die besondere Treue der ehrenamtlichen Helfer zum Ausdruck. Rita Forster betreut seit 40 Jahren den Schriftenstand. Ein unschätzbarer Dienst, für den sich Stadtpfarrer Flierl ausdrücklich bei ihr bedankte. Die zweite Sonderehrung ging an Herbert Konrad. Er organisiert seit 25 Jahren die St.Anna-Fußwallfahrt nach Planá und kann sich jetzt über ein wiedererstarktes Wallfahrtszentrum in Tschechien freuen.

Familienpreis


Im Anschluss wurde der Familienpreis 2016 der Katholischen Pfarrgemeinde verliehen. Heuer ging er an den Kreisverband Tirschenreuth des Bayerischen Roten Kreuzes. Gewürdigt wird damit der "großartige Einsatz der haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter bei der Versorgung der Asylsuchenden und Flüchtlinge", so Stadtpfarrer Flierl. Geschäftsführer Holger Schedl und Vorsitzender Bürgermeister Franz Stahl nahmen die Urkunde mit Dotierung entgegen.

Holger Schedl nutzte auch die Gelegenheit, über die Arbeit des Bayerischen Roten Kreuzes in Bezug auf die Asylsuchenden zu informieren. Anfang 2015 sei beim Krisentreffen mit dem Landkreis der sogenannte Winternotfallplan sichergestellt worden, erinnerte er sich. Im Sommer dann musste dieser aktiviert werden und das BRK war zur Stelle. 200 Feldbetten, die Kapazität für die Notfallunterkunft, wurden aufgebaut. Seitdem sei das BRK in der Notfallunterkunft tätig. Zuerst in Tirschenreuth, dann in Wiesau. Seit Oktober kam ein Helfer dazu, der in Vollzeit von seiner Tätigkeit im Rettungsdienst freigestellt ist und nun die Organisation in der Notfallunterkunft übernimmt. Trotzdem brauche es daneben viele freiwillige, ehrenamtliche Helfer. Sonst wäre der reibungslose Ablauf nicht zu gewährleisten. Seit Anfang Januar sind zwei Bundesfreiwilligendienstleistende zusätzlich mit Asylunterstützung betraut. Sie sorgen für die Verpflegung am Mittag und Abend, verteilen Essen und Getränke und sorgen auch für Sauberkeit in der Ausgabestelle. Bis zur Gründung des Arbeitskreises Asyl in Wiesau hätten die freiwilligen Helfer sogar den Deutschunterricht übernommen, kümmerten sich um die Hilfesuchenden und sorgten auch dafür, dass Kinder durch Spielen etwas Ablenkung von ihren traumatischen Erlebnissen bekamen. Natürlich kümmerte sich das BRK auch um die medizinische Versorgung.

"Von Anfang an hat das BRK aufgerufen, sich als Helfer zu melden", so Schedl. Und sehr viele seien diesem Ruf gefolgt. Mittlerweile sind über 160 Menschen beim BRK registriert, die ein oder auch mehrmals im Einsatz waren und es immer noch sind. "Den vielen freiwilligen Helfern bei der Flüchtlingsbetreuung danke ich für ihren Einsatz, ihnen allen gebührt dieser Preis", betonte Schedl.
Den vielen freiwilligen Helfern bei der Flüchtlingsbetreuung danke ich für ihren Einsatz, ihnen allen gebührt dieser Preis.BRK-Geschäftsführer Holger Schedl
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