Ohne Gott scheitert der Mensch

Die Geistlichen bei der 354. Wallfahrt für die Kirche (von links): Stadtpfarrer Georg Flierl, Kaplan Paul Gebendorfer, Professor Dr. Dr. Johannes Hofmann aus Eichstätt, Pfarrer Armin Mayerhöfer aus Mähring, Pfarrer Josef Schön und Pater Klaus Kniffki. Bild: wür
Vermischtes
Tirschenreuth
19.10.2016
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Es ist der Ungeist, der der Menschheit einflüstert: Du brauchts Gott nicht! "Welch große Illusion", hält Dr. Johannes Hofmann entgegen.

Zur 354. Wallfahrt für die Kirche durfte Stadtpfarrer Georg Flierl zum ersten Mal in Tirschenreuth Professor Dr. Dr. Johannes Hofmann aus Eichstätt begrüßen. Der Geistliche war 22 Jahre lang an der Universität in Eichstätt tätig. Stadtpfarrer Flierl erinnerte zu Beginn an das Sonnenwunder am 13. Oktober vor 99 Jahren in Fatima, welches von mehreren Zehntausend Menschen gesehen wurde. Diesmal wurde der Gottesdienst von den beiden Kirchenchören aus Beidl und Tirschenreuth, unter der Leitung von Werner Fritsch, mit gestaltet.

"Täglich lädt uns die Glocke unserer Pfarrkirche zum Gebet des "Engel des Herrn" ein, mehrmals täglich wird uns das Angelusgebet ins Gedächtnis gerufen, im gegenwärtigen hl. Jahr der Barmherzigkeit wird uns die Güte und Menschenliebe unseres Gottes deutlich vor Augen geführt", betonte Professor Hofmann. Gott liebe uns so sehr, dass er seinen einzigen Sohn Jesus Christus aus der hl. Jungfrau Maria Mensch werden lässt. Das Verhalten der hl. Jungfrau sei uns ein glänzendes Vorbild im Glauben und im Leben, wandte sich der Geistliche an die Gottesdienstbesucher. Zu unserem christlichen Glauben gehöre zweifellos eine stets breite Offenheit für die Zeichen der Zeit.

Als ein gegenwärtiges Zeichen nannte Dr. Hofmann die zahlreichen Flüchtlinge. "Schauen wir in das menschliche Gesicht jedes Einzelnen von ihnen, dann werden wir begreifen, dass wir als Christen für die menschenwürdige Behandlung dieser Mitmenschen eine nicht delegierbare Verantwortung tragen." Offenheit für die Zeichen der Zeit bedeute aber noch lange nicht, unkritisch und leichtsinnig alle Modeerscheinungen unserer Zeit für das Evangelium zuhalten. "Es ist der Ungeist, der der Menschheit stets aufs Neue die Lüge einflüstert: Du brauchst Gott nicht, brauchst seine Gebote nicht; Du kannst Dein ganzes Leben selbst, nach eigenem Gutdünken in die Hand nehmen!" Welch große Illusion! Was sei denn der auf sich selbst gestellte Mensch. "Er ist wahrhaft gottverlassen, er scheitert, indem er das große Geschenk, das Gott uns machen will, aus dem Blick verliert. Gott will nichts anderes als bei uns zu sein, Gott will mit uns sein", so der Prediger.

Der Heilige Geistes, den wir alle in der Taufe und Firmung empfangen, verbinde den der Gemeinschaft Gottes beraubten Menschen erneut mit Gott. "Er lässt uns Menschen erfahren, dass wir nicht alleine sind."
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