Pfarrer Josef Renner auf Heimaturlaub - Vortrag im Pfarrzentrum über sein Wirken in Ghana
Mit Christus unter den Menschen

"Ich bin glücklich und möchte vorerst nicht woandershin", schreibt Pfarrer Josef Renner über sein Wirken als Missionar in Ghana. Auf Heimaturlaub wird der Geistliche am Montag, 27. Juni, im großen Saal des Pfarrzentrums über seine Arbeit in dem westafrikanischen Land berichten. Renner bekam 1972 seine erste Kaplanstelle in Tirschenreuth. Bild: Hilmer
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Tirschenreuth
10.06.2016
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Von Karl Scheidler

Tirschenreuth. Pfarrer Josef Renner, Missionar in Ghana, berichtet am Montag, 27. Juni, um 20 Uhr im großen Saal des Pfarrzentrums über seine Arbeit in dem westafrikanischen Land und stellt zusammen mit der Fotografin Irmgard Hilmer sein neues Buch vor. Renner war schon als Diakon 1970/71 in Ghana.

Nach der Priesterweihe bekam Renner 1972 in Tirschenreuth seine erste Kaplanstelle. Von daher ist hier noch in guter Erinnerung, vor allem auch den Volksmusikfreunden, mit denen er Musik und Tanz pflegte. Von 1977 bis 1989 war er wieder in Ghana im Einsatz, kehrte dann nach Deutschland zurück und wurde Pfarrer in Kollnburg.

Drittes Mal nach Afrika


Aber Ghana ließ ihn nicht mehr los. Als er 2013 mit 70 Jahren als Pfarrer in den Ruhestand gehen konnte, brach er zum dritten Mal nach Afrika auf. In seinem vor drei Jahren erschienenen Buch "Ohne Christus wäre ich verzweifelt" erzählt Renner von seinen ersten Jahren in Ghana. Jetzt hat er ein zweites Buch geschrieben "Mit Christus unter den Menschen" und berichtet über seinen Aufbruch und seine Arbeit in Ghana. Als der Geistliche vor drei Jahren seine ehemalige Missionsstation Chamba wieder erreichte, erwarteten ihn massive Veränderungen. Hatte Chamba bei der Gründung der Station 1500 Einwohner, leben jetzt über 20 000 Leute in dieser Stadt. Der einst mühsam gebaute Brunnen war eingestürzt, die meisten von ihm gepflanzten Obstbäume abgeholzt, die Gebäude herunter gekommen. Mühsam gestaltete sich der Neuanfang, doch schon Allerheiligen 2015 meldete Renner ein neues Kloster, einen Kindergarten eine Schule. "Alle Zukunftsträume wurden weit übertroffen." Ein besonderes Anliegen ist dem Geistlichen die Schulbildung. Besonders die Mädchen möchte er in Zukunft noch mehr fördern. Von sich sagt er: "Es lohnt sich für mich, für diese Jugend mein Leben einzusetzen. Ich bin glücklich und möchte vorerst nicht woandershin. Ich habe noch viele Pläne und Träume."
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