Politik im Schnelldurchlauf

Bei der Demokratie-Werkstatt boten das Netzwerk Inklusion, der Kreisjugendring und die Volkshochschule einen "Schnellkurs Politik". Friedrich Wölfl gestaltete diesen ersten Baustein mit interessanten Themen. Bild: hfz
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Tirschenreuth
22.09.2016
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Die Kanzlerin ist gar nicht die Chefin von Deutschland. Und Freistaat hat wenig mit Freibier zu. In der "Demokratie-Werkstatt" sorgten interessante Themen für angeregte Diskussionen.

Mitterteich/Tirschenreuth. Spannende Fragen und interessante Diskussionen erlebte die erste Veranstaltung der "Demokratie-Werkstatt für alle" von Netzwerk Inklusion, Kreisjugendring Tirschenreuth und Volkshochschule. 12 Teilnehmer mit und ohne Behinderung erlebten einen "Schnellkurs Politik".

Friedrich Wölfl, Lehrer im Ruhestand, leitete seinen Workshop ein mit einer praktischen Aufgabe: Wie erkenne ich beim Einkaufen den Gehalt an Salz, Fett und Zucker in den Lebensmitteln? Schwierig. Warum gibt es keine Lebensmittel-Ampel in Deutschland? Wer macht diese Regeln? Und schon befanden sich die Teilnehmer mitten im Thema Politik, die im Grunde aus Regeln, Gesetzen und Vorschriften besteht.

Stadträte berichten


In einer zweiten Runde präsentierte Wölfl verschiedene Bilder. Was hat ein Fisch im Netz mit Politik zu tun? Was hat ein Baby mit Politik zu tun? Die Frage "Was unterscheidet die Zahnarzthelferin mit Kopftuch von der Klosterschwester?" beschäftigte ebenfalls die Runde. Anhand dieser Beispiele klärten die Workshop-Teilnehmer, wer welche Regeln macht in Stadt, Land, Bund und Europa. Die Stadträte Martina Sötje und Florian Busl aus Tirschenreuth erzählten aus ihrem Alltag. Verglichen mit dem Bundestag streiten die Stadträte an den Sachthemen und nicht den Parteigrenzen orientiert. Beim "Bundesländer puzzeln" verschafften sich die Teilnehmer einen Überblick über Deutschland und klärten die Frage, welche Folgen die Zahl der Bundesländer für die Nachbarländer und die Lage in Europa für die Gesellschaft und Wirtschaft hat. Ein kleines Quiz zum Thema Verfassung machte klar: Angela Merkel ist gar nicht die Chefin in Deutschland. Und Freistaat hat wenig zu tun mit Freibier.

Insgesamt ein spannender Abend, der damit endete, dass die Teilnehmer ermutigt wurden, mehr in Kontakt mit der Politik und lokalen und regionalen Politikern zu gehen, ihre Anliegen vorzubringen und Positionen zu diskutieren. Es zeigte sich, dass Politik auch inklusiv geht: Menschen mit Behinderungen haben ebenso Themen und Möglichkeiten.

Zweiter Baustein


Der zweite Baustein der Reihe "Demokratie-Werkstatt für alle" findet am Samstag, 12. November, um 9.30 Uhr im Kleinen Pfarrsaal in Tirschenreuth statt. Thema ist "Rechten Parolen widersprechen" mit Arno Speiser aus Weiden. Anmeldung bei der VHS Tirschenreuth.
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