Polizeiinspektion Tirschenreuth wird heute mit Innenminister Joachim Herrmann seiner ...
Großer Bahnhof auf dem alten Bahngelände

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Tirschenreuth
18.04.2015
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Wie bedeutend die Maßnahme für den Freistaat ist, beweist allein schon die Tatsache, dass heute bei der Einweihung der Polizeiinspektion (PI) Tirschenreuth Innenminister Joachim Herrmann anwesend ist. Im Januar ist die PI von der Hochwartstraße ins neue Gebäude an der Falkenberger Straße 2 umgezogen.

Brache revitalisiert

Nach der Revitalisierung von Brachflächen auf dem ehemaligen Bahnhofsgelände in Tirschenreuth hat der Freistaat zur Stärkung des ländlichen Raums zwei Bauvorhaben realisiert. Das neue Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz wurde im Juli 2013 eingeweiht. Heute wird der Neubau der Polizeiinspektion Tirschenreuth mit Innenminister Joachim Herrmann offiziell seiner Bestimmung übergeben.

Behördenzentrum

Gerd Demleitner, Sachgebietsleiter des Fachbereichs Hochbau vom Staatlichen Bauamt Amberg-Sulzbach erklärt, dass es das erklärte Ziel der Stadt Tirschenreuth gewesen sei, das ehemalige Bahnhofsgelände als stadtnahes Verwaltungs- und Dienstleistungszentrum zu entwickeln. Nachdem 2013 das Amt für Ländliche Entwicklung von Regensburg nach Tirschenreuth umgezogen war, erfolgte der Neubau der PI in der direkten Nachbarschaft. Drei Funktionsbereiche wurden dabei geschaffen. Der öffentliche Bereich besteht aus Geh- und Fahrflächen einschließlich Besucherparkplätzen und dem Haupteingang.

Der sogenannte Überwachungsbereich bietet Parkplätze für die Bediensteten. Der Sicherheitsbereich schließt das eigentliche Dienstgebäude mit Büros und den entsprechenden technischen Räumen, den Polizeihof, die Werkstätten, Garagen und Carports ein.

Der komplette Gebäudekomplex besteht aus Haupt- und Nebengebäude. Das Hauptgebäude ist zweigeschossig und teilunterkellert. Der Hauptzugang erfolgt durch eine Schleuse, beziehungsweise einen Windfang über die Wache.

Viel Tageslicht

Bedienstete erreichen das Gebäude zusätzlich über den Hof. Die große Halle bezeichnet Demleitner als Erschließungs- und Kommunikationsbereich, als Herzstück des Gebäudes. Hier sind Erd- und Obergeschoss lichtdurchflutet und offen miteinander verbunden.

Das Licht kommt von einer großflächigen Oberlichtglaskonstruktion und gewährleistet, in der Wirkung, verstärkt durch weiße Wände und Decken, eine großzügige Belichtung durch Tageslicht.

An die Halle schließen die Flurbereiche an, an denen sich zu beiden Seiten die Büroräumen befinden. Perfekt harmonieren dabei farbige Fußböden mit dem Weiß der Wände. Im Erdgeschoss ein dunkler aber warmer Aubergine-Ton, im Obergeschoss ein saftiges, helles und lebendiges Grün.

Genügend Parkplätze

Ein brandschutztechnisch notwendiges abgeschlossenes Treppenhaus an der Westseite des Gebäudes mit Ausgang zum Polizeihof erschließt das Gebäude vertikal vom Keller bis zum Obergeschoss.

Vier Garagen für Dienstfahrzeuge, zwei Carports und drei Stellplätze für Dienstfahrzeuge sowie 20 Besucher- und Bedienstetenstellplätze bieten reichlich Parkmöglichkeiten.Insgesamt wurden 6097 Kubikmeter Raum auf einer Fläche von 1744 Quadratmeter überbaut.

3,6 Millionen Euro

Im Auftrag der staatlichen Bauverwaltung war das Architekturbüro Karlheinz Beer aus Weiden mit Planung und Bauleitung beauftragt. Die Fachplanung für Haustechnik und Elektro erfolgte durch die Ingenieurbüros Martin Fleischmann aus Altenstadt und Josef Zeitler aus Niedermurach. Gekostet hat die neu PI 3,63 Millionen Euro. Das schließt die Außenanlagen, die Kunst am Bau und die Planungskosten mit ein.
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