Quartiergeber sorgen für Fortbestand - Im Landkreis 16 verschiedene Arten heimisch
Fledermäuse willkommen

Mit einer Urkunde und der Plakette "Fledermäuse willkommen" wurden diese Quartiergeber geehrt. Unser Bild zeigt (von links) Fledermausberater Karl Kuhbandner, Landrat Wolfgang Lippert, Jens Ullmann, Experte Matthias Hammer, Manfred Raschke, Brigit Üblacker (Untere Naturschutzbehörde), Manfred Zimmerer und Gerhard Hecht (Pfarrei Hohenthan). Bilder: jr (2)
Vermischtes
Tirschenreuth
17.10.2016
45
0

Diplom-Biologe Matthias Hammer von der Universität Erlangen wusste bestens Bescheid. "In Bayern gibt es seit 31 Jahren Fledermaus-Schutzprogramme. Bayern ist da Vorbild für ganz Deutschland. Während es im Freistaat 25 verschiedene Fledermausarten gibt, sind es im Landkreis Tirschenreuth 16 verschiedene Arten."

Bei der Eröffnung einer Wanderausstellung über Fledermäuse im Landratsamt hatte der Fachmann weitere interessante Details parat. Im Obergeschoss des Amtsgebäudes III sind die Bilder und Texte noch bis 31. Oktober während der üblichen Öffnungszeiten auf Stellwänden zu sehen. "Fledermäuse - Flugkünstler und nächtliche Jäger" lautet der Titel.

Landrat Wolfgang Lippert nannte die Ausstellung etwas Besonderes: "Es ist das erste Mal in meiner Amtszeit, dass ich so etwas eröffnen darf." Sein Dank galt den Menschen, die sich intensiv den Fledermäusen widmen und sich um sie kümmern. "Fledermäuse sind Flugkünstler und nächtliche Jäger", wusste der Landrat. Auch auf seiner heimischen Terrasse, wenn er dort denn mal sitzt, kann er diese Tiere beobachten, teilte er dem interessierten Publikum mit. Der Landrat wusste auch, dass die Fledermäuse in der Tierwelt eine wichtige Rolle einnehmen.

Lippert dankte besonders einigen Bürgern, die sich für den Schutz von Fledermausquartieren einsetzen. Sie erhielten eine Plakette "Fledermäuse willkommen" und eine Urkunde, unterschrieben von Bayerns Umweltministerin Ulrike Scharf. Geehrt wurde Baron Eberhard von Gemmingen-Hornberg (Friedenfels), für ihn nahm Jens Ullmann die Auszeichnung in Empfang. Weitere Plaketten gab es für Alois Dumler (Immenreuth), Irene und Reinhard Kraus (Hundsbach), Andrea und Thomas Kuhbandner (Waldershof), die katholische Pfarrgemeinde Hohenthan, Hubert Höfer (Falkenberg), Manfred Zimmerer (Masch), Paul Neugirg (Reuth) und Manfred Raschke (Mähring).

Diplom-Biologe Matthias Hammer wusste von über 500 Menschen, die sich in Bayern ehrenamtlich dem Fledermaus-Schutzprogramm verschrieben haben. "Wenn wir ehrlich sind, bedeutet Schutz von Fledermäusen eigentlich Duldung. Duldung zum Beispiel im Dachgeschoss", sagte Hammer. Der Schutz führe ausschließlich über die Menschen, dann könnten die Tiere auch unter dem Dach leben. Hammer machte deutlich, dass die nachtaktiven Fledermäuse für die Menschen durchaus nützlich sind, indem sie Insekten und Blutsauger fressen. Er dankte allen, die Fledermäuse dulden und so für den Fortbestand dieser Art sorgten. Der Ausstellung wünschte er viele Besucher.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.