Schaulustige willkommen

Der Einsatz mit dem Rettungspreizer. Bild: hfz
Vermischtes
Tirschenreuth
28.10.2016
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Nicht immer wird mit Dirndl und Lederhose zum Oktoberfest gezogen. Wenn die Feuerwehr ausrückt, sind Rettungssatz und Hebekissen dabei.

Mit einer Reihe von Aktionen war die Feuerwehr der Kreisstadt am vergangenen Samstag beim 4. Oktoberfest der Firmen "Möbelhaus Gleißner" und "Autohaus Enslein und Schönberger" dabei. So hatte die Jugendgruppe ihre Wasserspielwand in der Waschhalle des Autohauses aufgebaut.

Eindrucksvoll war natürlich wieder die große Einsatzübung der aktiven Mannschaft. Zahlreiche Besucher genossen die ausführlich kommentierte Übung und durften einmal ganz legal "schaulustig" daneben stehen. Dieser fiktive Einsatz stellte einen Unfall auf einem Werkhof dar, bei dem eine Person von einem Auto erfasst und mit dem Brustkorb unter den linken Vorderreifen eingeklemmt wurde. Der Fahrer war mit den Füßen unter den Pedalen ebenfalls eingeklemmt.

Großer "Holz-Dummy"


Während der Brandschutz sichergestellt wurde, begann die Rettung der Person unter dem Fahrzeug, dargestellt von einer lebensgroßen Holzpuppe. Nachdem das Fahrzeug stabilisiert war, wurde die Vorderachse mit einem Spanngurt in die Federn gezogen, um so den Brustkorb bereits ein wenig zu entlasten und anschließend durch Hebekissen der Vorderwagen angehoben. So war bereits nach wenigen Minuten diese "Person" befreit.

Im Anschluss stabilisierten die Feuerwehrmänner das Fahrzeug wieder und es begann die Befreiung des Fahrers aus seiner misslichen Lage. Ein Mitglied der Feuerwehr begab sich in den Fond des Fahrzeugs, betreute den Lenker und versah ihm mit einer Staubschutzmaske sowie einen Feuerwehrhelm mit Visier, dies schützte seinen Kopf und die Atemwege vor etwaigen Glassplittern und Glasstaub, die durch das Durchbrechen und Zerschneiden der Scheiben entstehen. Nachdem diese aus den Rahmen entfernt wurden, kamen die hydraulische Rettungsschere und der Spreizer zum Einsatz. Die Fahrertür wurde entfernt, sogenannte Entlastungsschnitte in den Schweller gesetzt und mittels Rettungszylinder der Vorderbau vom Fahrer weggedrückt. Mit nun freien Füßen konnte, nachdem das Dach ebenfalls abgenommen wurde, auch der Fahrer des Personenwagens gerettet werden. Dies geschah mit dem "Spineboard", einer speziellen Trage für enge Platzverhältnisse.

Rede und Antwort


Anschließend hatten die Zuschauer die Möglichkeit, sich selbst hautnah ein Bild dieser Rettungssituation zu machen. Die Feuerwehr stand Rede und Antwort für alle Neugierigen.
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