Schulen erfolgreich bei Wettbewerb
In Persönlichkeit investieren

Vier Schulen waren im Landkreis erfolgreich beim Wettbewerb "Strategien guter Suchtprävention". Die Konzepte stellten sie bei einer Feierstunde vor und erhielten Geldpreise. Mit auf dem Bild Vertreter der Schulen, der Suchtprävention und der Politik, hinten von links: Schulamtsdirektor Wolfgang Krauß, Landrat-Stellvertreter Alfred Scheidler, der Rektor der Erbendorfer Volksschule, Peter Preisinger, der Leiter des Bezirksklinikums Wöllershof, Dr. Heribert Fleischmann, die Rektorin des Sonderpädagogischen Fö
Vermischtes
Tirschenreuth
11.07.2016
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Bei Sucht spricht die Fachwelt nicht nur vom Drogenkonsum. Nikotin, Alkohol und Handy fallen genauso darunter. Schulen haben viele Möglichkeiten, die Weichen so zu stellen, dass Jugendliche erst gar nicht in diese Sackgasse geraten. Und manchmal gibt es dafür sogar einen Preis.

Zum zweiten Mal hatten die Oberpfälzer Suchtarbeitskreise den Wettbewerb "Strategien guter Suchtprävention in der Schule" ausgelobt. Insgesamt stellte die Sieglinde-Nothacker-Stiftung dafür 14 000 Euro Preisgeld zur Verfügung, pro Landkreis plus Stadt Regensburg je 1700 Euro.

36 Schulen


Die Mariengrundschule Tirschenreuth und das Sonderpädagogische Förderzentrum Tirschenreuth teilten sich den ersten Preis und bekamen je 500 Euro. Die Beiträge der Mittelschule Erbendorf und der Mädchenrealschule Waldsassen erachtete die Jury ebenfalls als gleichwertig. Sie teilen sich einen zweiten Platz und erhielten je 375 Euro. Insgesamt hatten sich aus dem Landkreis acht Schulen beteiligt, oberpfalzweit waren es 36, darunter zwei Förderschulen, zwei FOS/BOS, zwei Berufsschulen, sechs Grund-, neun Mittel-, neun Realschulen und sechs Gymnasien.

Geteilte Preise


Die Jury bildeten Vertreter der Suchtprävention, der Schulbehörden, der Schülermitverantwortung und der Sieglinde-Nothacker-Stiftung. Für jeden Landkreis, einschließlich kreisfreier Städte, wurden je ein erster und ein zweiter Preis bereitgestellt. Die Jury freute sich über die durchwegs hohe Qualität der eingereichten Beiträge. Im Landkreis Tirschenreuth lagen die Projekte qualitativ so nah beieinander, dass entschieden wurde, die Preise zu teilen.

Ausgezeichnet wurden dabei aktuelle Projekte der schulischen Suchtprävention, die langfristig angelegt sind, die Schüler ebenso wie die Eltern einbeziehen und in enger Kooperation mit außerschulischen Fachstellen entwickelt wurden. Grundlegendes Kriterium für die Entscheidung der Jury waren Methoden und Inhalte, die die Stärkung von Lebenskompetenzen zum Ziel haben. Dazu gehören kritisches Denken, der Ausbau individueller Entscheidungsfähigkeit, angemessene Stressbewältigung und vieles mehr.

Stellvertretender Landrat Dr. Alfred Scheidler wies bei der Preisverleihung in der Grundschule darauf hin, dass gerade Schulen dafür enorme Möglichkeiten hätten. Schulamtsdirektor Wolfgang Krauß lobte Theresia Schwarz vom Gesundheitsamt als die treibende Kraft seitens des Arbeitskreises im Landkreis.

Sie habe die Hauptarbeit geleistet. Der Sprecher erinnerte daran, dass neben dem Konsum von Nikotin, Alkohol und harter Drogen heutzutage auch viele Jugendliche "handygesteuert" seien. "Das soziale Netzwerk ist die Familie", betonte er in diesem Zusammenhang.

Dr. Heribert Fleischmann vom Bezirksklinikum Wöllershof sagte, dass es immer besser sei, vorzubeugen als zu heilen. Mit ihren Präventionsprojekten seien die ausgezeichneten Schulen auf dem richtigen Weg. Seit 1978 gäbe es die Suchtarbeitskreise. Nur in der Oberpfalz wurden sie am Leben erhalten und von erfahrenen Experten enorm weiterentwickelt. Dabei wüssten manche Landkreise oft gar nicht, welche Schätze sie da hätten. "Wer in Persönlichkeitsbildung investiert, der ist auf dem richtigen Weg."

Jury überzeugt


Gerade Projekte in Schulen dienten positiven Veränderungen. Auch aus diesem Grund hätten die Beiträge aus dem Landkreis die Jury überzeugt. Nach der Preisverleihung stellten die erfolgreichen Schüler zusammen mit ihren Lehrern kurz ihre Projekte vor. Die musikalische Begrüßung hatte der Schulchor der Marienschule gestaltet.

Das soziale Netzwerk ist die Familie.Alfred Scheidler
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