Silberne Verdienstspange für Christa Prauschke
Für Förderung des Friedens

Vermischtes
Tirschenreuth
14.01.2016
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Der "Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge" nimmt seit fast 100 Jahren eine wichtige Aufgabe wahr - ohne Unterstützung durch den Staat. Deshalb braucht er fleißige Sammler, wie Christa Prauschke.

Bis heute beschäftigen die Schicksale der deutschen Soldaten viele Familien. Gerade auf den Schlachtfeldern des 2. Weltkrieges haben viele im Ausland ihr Leben gelassen, manche bis heute an unbekannter Stätte.

Auch über 70 Jahre nach Kriegsende werde der Zugang zu manchen Massengräber eher zögerlich erlaubt, weiß Kaspar Becher, Bezirksgeschäftsführer der Kriegsgräberfürsorge. Doch auch mit Erlaubnis sei es nicht immer einfach, die Identität der Gefallenen zu ermitteln.

"Es ist aber gerade für die Angehörigen sehr wichtig, dass sie etwas über das Schicksal der Vermissten erfahren." Es gehe bei der Arbeit des Verbandes deshalb auch darum, den Familien ihre Toten zurückzugeben und für die Menschen einen Ort zu schaffen, an dem sie trauern können. Seit 1919 kümmere sich der Volksbund um die Pflege der Kriegsgräber, von Anfang an ohne Unterstützung durch den Staat. In allen anderen Ländern in Europa übernehme diese Aufgabe der Staat. Deshalb sei der Volksbund auf das Engagement der Helfer angewiesen. "Das Ergebnis der Sammlung wird zu 100 Prozent für die Pflege der Soldatenfriedhöfe eingesetzt", schilderte Becher.

Silberne Verdienstspange


Seit über zehn Jahren gehört Christa Prauschke zu den fleißigen Sammlerinnen für die Kriegsgräberfürsorge. In Anerkennung ihrer Leistung wurde sie jetzt mit der Silbernen Verdienstspange des Landesverbandes Bayern des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge ausgezeichnet. Die Auszeichnung stellt auch eine Anerkennung der Verdienste um das Werk der Kriegsgräberfürsorge dar, das der Völkerverständigung und der Förderung des Friedens dient.

Bürgermeister Franz Stahl stellte bei der Auszeichnung heraus, wie wichtig es sei, dass sich Menschen für andere Menschen einsetzen. "Was Sie leisten ist ein Beispiel für bürgerliches Engagement", lobte Stahl den Einsatz. Christa Prauschke erinnerte sich an in "Einstieg" in die Tätigkeit für den Volksbund.

Bei einem Besuch der Deutschen Kriegsgräberstätte Rossoschka bei Wolgograd hätte sie erlebt, wie wichtig diese Arbeit sei. "Es hat mich schwer beeindruckt, was gerade die jungen Leute leisten". Und sie hätte sich entschlossen, im Ruhestand diese Aufgabe als Sammlerin zu unterstützen.
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