Stadt-Haushalt wird von den Fraktionen positiv aufgenommen
Für die großen Aufgaben gut gewappnet

Beim Ausbau der Ringstraße soll auch die Engstelle beseitigt werden.
Vermischtes
Tirschenreuth
03.05.2016
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Den Haushalt beschrieb CSU-Fraktionssprecher Peter Gold schlicht als "Lohn der Tüchtigen". Gute Rahmenbedingungen, eine robuste Konjunktur und auch der Fleiß der Handwerker stellen die Weichen für eine positive Entwicklung. Das ist nicht überall so. Während Tirschenreuth bei 8900 Einwohnern im Verwaltungshaushalt etwa 6,5 Millionen Euro Überschuss erwirtschaftet, könne hier Marktredwitz (16 000 Einwohner) nur eine Million Euro vorweisen.

Stadt ist gestaltungsfähig


Trotz der erfreulichen Situation würde die Stadt nicht übermütig und könnte so auch die großen Aufgaben meistern, gab sich Gold weiter zuversichtlich. In seinen Ausführungen wollte der CSU-Vertreter neben der Stabilität aber auch die Solidarität für die Flüchtlinge herausstellen. Tirschenreuth hätte 180 Plätze zur Verfügung, bei einer Quote von zurzeit 97 Plätzen. Weiter ging Gold auf die Lebensqualität in der Stadt am Beispiel der Kinderbetreuung ein. So müsste eine Familie in Großstädten für Kindergarten oder -krippe bis zu 1000 Euro bezahlen, in Tirschenreuth würden nur bis zu 160 Euro anfallen. Als Meilenstein in der Ortsgeschichte bezeichnete Gold den Hochschulstandort, für den die alte Polizei umgebaut wird. So wusste Gold, dass aktuell die Studienplätze vierfach überzeichnet seien. 300 000 Euro für die Reparatur von Ortsstraßen würden auch verhindern, dass Anlieger vermehrt zu Sanierungsmaßnahmen herangezogen werden. "Die Stadt ist handlungs- und gestaltungsfähig und stellt die Weichen für die Zukunft", beurteilte der CSU-Vertreter den Haushalt.

Für die Freien Wähler freute sich Manfred Zandt gerade über den finanziellen Spielraum, nachdem bei Aufträgen die örtliche Wirtschaft zum Zuge kommen würde. Bei den Bauvorhaben appellierte Zandt, dass die Kosten eingehalten werden. Schließlich würden für Feuerwehrhaus (4 Mio. Euro), anstehende Sanierung der Mittelschule (2 Mio. Euro) und OTH-Standort (4 Mio. Euro) in den nächsten Jahren große Summen anstehen.

Nachhaltige Sanierung


Besonders begrüßte der Freie Wähler die privaten Baumaßnahmen im Bereich der Versorgung der älter werdenden Bevölkerung. Weiter forderte Zandt höhere Ansätze für den Straßenunterhalt. Zustimmung kam weiter von Florian Busl (SPD): "Der Haushaltsentwurf wird uns gut durch 2016 bringen!" Und Karl Berr (Wählergemeinschaft Umwelt) setzte sich erneut für eine nachhaltige Sanierung des Hüthauses ein.
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