Stadtrat hebt Bebauungsplan auf
Ohne Plan fällt Bauen leichter

Vermischtes
Tirschenreuth
04.05.2016
49
0

Kaum ein Bebauungsplan ohne Befreiungen. Tirschenreuth geht "Südlich der Sternwarte" einen neuen Weg: Der bestehende Plan wird jetzt einfach aufgehoben.

Mit einem Vorhaben im Bereich "An der Sternwarte" hatten die Antragsteller vor kurzem das bestehende Regelwerk arg strapaziert. Zwei Vollgeschosse anstatt eines, mehr Traufhöhe oder Überschreitung der Baugrenzen forderten entsprechende Befreiungen. Nachdem das Bauvorhaben mit der Firsthöhe die angrenzende Bebauung nicht überragen würde, billigte der Bauausschuss im Januar den Antrag. Allerdings hat das Landratsamt keine Zustimmung erteilt. Um das Projekt dennoch realisieren zu können, haben die Antragsteller um eine Änderung des Bebauungsplanes gebeten.

Immer wieder Befreiungen


Dabei hatte das Landratsamt auch die Aufhebung ins Gespräch gebracht. Bürgermeister Franz Stahl konnte sich damit anfreunden. Paulus Mehler (CSU) verwies darauf, dass immer wieder Befreiungen erteilt würden. Die Aufhebung würde für einen unkomplizierten Weg sorgen, zudem hat die Stadt bei jedem Bauantrag die Entscheidung noch in der Hand. Und auch ohne Bebauungsplan müssten künftige Vorhaben dem Umfeld entsprechen. Das Bauvorhaben, das jetzt zu der Entscheidung führte, kann dann in seiner ursprünglichen Form realisiert werden könnte.

Karl Berr (Wählergemeinschaft Umwelt) war dagegen skeptischer. Er fürchtete auch Einschränkungen beim Ortsbild. Manfred Zandt (Freie Wähler) blickte voraus auf Bauanträge im "Lindenweg II" und fragte, "warum stellen wir dort überhaupt einen Bebauungsplan auf". Um die Erschließung zu regeln, antwortete Bürgermeister Franz Stahl.

Gegen die Stimme von Karl Berr wurde die Aufhebung beschlossen. Jetzt folgt die öffentliche Auslegung und hier können gegen die Aufhebung durchaus Einwände erfolgen. Bei der Stadtratssitzung stellte Stahl auch den Wirtschaftsplan der Stadtwerke vor. Gewinne werden erwartet bei der Stromversorgung (rund 200 000 Euro), der Wasserversorgung (rund 88 500 Euro) und der Wärmeversorgung (rund 7600 Euro). Verluste entstehen beim Freibad (rund 320 000 Euro) und dem Personennahverkehr (rund 27 000 Euro).

26 00 Euro für Rückstellung


Damit weist das Gesamtergebnis rund 50 500 Euro Verlust aus. Nach dem Verlustausgleich der Stadt für das Freibad (77 000 Euro) verbleiben rund 26 500 Euro, die den Rückstellungen zukommen. Der Stadtrat billigte den Wirtschaftsplan .
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.