Sterben und Schmerzen ein großes Thema

Beim Fortbildungstag beschäftigten sich die Hospizbegleiterinnen der Caritas mit dem Thema Schmerzen. Bild: hfz
Vermischtes
Tirschenreuth
13.10.2016
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Tirschenreuth/Wernersreuth. Im Prozess des Sterbens sind manchmal Schmerzen fast unerträglich. Der richtige Umgang damit ist besonders wichtig. Dieses Thema beschäftigte deshalb 18 Frauen des ambulanten Hospizdienstes der Caritas Tirschenreuth beim Fortbildungstag, der zusammen mit der KEB in Wernersreuth durchgeführt wurde.

Unter der Anleitung von Sabine Stäudel, Krankenschwester und Palliative-Care-Fachkraft aus Röslau, tauschten sich die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen über dieses Thema aus. "Der Schmerz ist ein furchtbarerer Herr als der Tod" - dieser Spruch von Albert Schweitzer sowie ein Zitat von Hermann Hesse führte die Teilnehmerinnen zum Thema hin: "Schmerz ist ein Meister, der uns klein macht. Ein Feuer, das uns ärmer brennt, das uns vom eigenen Leben trennt, das uns umlodert und alleine brennt."

Mit einer Erbse im Schuh konnte jeder seine eigene Erfahrung in die Gruppe einbringen. Dabei handelt es sich um einen akuten Schmerz, welcher vor allem eine Warnfunktion darstellt. Die Referentin ging auf weitere Schmerzformen ein wie chronischer, seelischer, sozialer und spiritueller Schmerz und gab dazu einige Beispiele. Danach veranschaulichte Stäudel anhand einer ganzen Reihe bekannter Schmerzmittelpackungen deren Einsatzgebiete. Die Grundregeln der Schmerztherapie wie die regelmäßige Einnahme, individuelle Dosierung und die Beherrschung von Nebenwirkungen durch Begleitmedikamente, wurden ebenso vermittelt.

Zudem kam die Frage auf, was Hospizbegleiter tun können, um den Patienten bei seinen verschiedenen Schmerzarten zu unterstützen. Dazu konnten die Teilnehmerinnen auch Vieles aus dem praktischen Alltag mit einbringen. So verging der Tag informativ, kurzweilig und stellenweise auch recht fröhlich. Die Runde verabschiedete am Nachmittag die Referentin mit einem Präsent und sehr lobenden Dankesworten.
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