Stilles Vorbild
Andacht zum 72. Sterbetag

Bernhard Lehner starb mit 14 Jahren nach geduldig ertragenem Leiden.
Vermischtes
Tirschenreuth
01.01.2016
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Bernhard Lehner ist für viele Gläubige ein Begriff. An jedem 24. eines Monats treffen sich auch Christen aus dem Stiftland zu einer Andacht für die Seligsprechung des vor 72 Jahren verstorbenen Buben aus Niederbayern. Gebetet wird um 17 Uhr in der Krankenhauskapelle. Bis zu seinem Tod leitete Hugo Fenzl diesen Gebetskreis in Tirschenreuth. Heute organisiert Alfred Haubner die Zusammenkunft.

Bernhard Lehner wurde am 4. Januar 1930 als Sohn eines Schreiners in Herrngiersdorf geboren. Die kinderreiche Familie lebte in bescheidenen Verhältnissen. Schon als Kind besuchte Bernhard täglich die heilige Messe und sein Wunsch war damals: "Ich will etwas werden, womit ich in den Himmel komm." Ab 1941 war er im bischöflichen Knabenseminar Obermünster in Regensburg.

Bernhard Lehner hatte die Neigung und Eignung zum Priesterberuf. Sein Grundsatz war, im Beten der Frömmste, im Studieren der Fleißigste und im Spielen der Fröhlichste zu sein. Anfang Dezember 1943 erkrankte der kleine Bernhard an septischer Diphterie. Tapfer und geduldig hat er die Leiden und Schmerzen ertragen und verstarb am 24. Januar 1944.

Im Leben Bernhards ragten keine auffallenden oder gar außerordentlichen Leistungen der Heiligkeit hervor. Ihn zeichnete vielmehr eine gewissenhafte beharrliche Treue im Alltag aus. So wurde er schon zu Lebzeiten und erst Recht nach seinem Hinscheiden zum stillen Vorbild für Kinder und Jugendliche. In der Not der Nachkriegszeit verbreitete sich sprunghaft der Ruf Bernhards als Fürbitter an Gottes Thron. Der Regensburger Bischof Dr. Michael Buchberger sah sich 1950 veranlasst, den Seligsprechungsprozess einzuleiten.

Am 14. September 1952 erfolgte feierlich die Übertragung und Beisetzung der sterblichen Überreste in die Gruft der Herrngiersdorfer Filialkirche. Es nahmen damals über 20 000 Gläubige an diesem Ereignis teil. Seither ist das Seligsprechungsverfahren in Rom anhängig. 2011 beauftragte Papst Benedikt XVI. den Präfekten der Heiligsprechungskongregation, das Dekret über den heroischen Tugendgrad Bernhard Lehners zu veröffentlichen: Er kann nun als ehrwürdiger Diener Gottes bezeichnet werden.

Wenn sich nun ein nachweisbares Wunder ereignet, kann die Seligsprechung erfolgen und somit das Verfahren abgeschlossen werden. "Dafür muss noch viel gebetet werden", bittet Alfred Haubner im Namen des Gebetskreises um Unterstützung. Das nächste Treffen fällt auf den 72. Sterbetag Bernhard Lehners. Gebetet wird am 24. Januar ab 17 Uhr in der Krankenhauskapelle Tirschenreuth.
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